Der Orangegelbe Lärchen-Schneckling (Hygrophorus speciosus)

Der Orangegelbe Lärchen-Schneckling, wissenschaftlich als Hygrophorus speciosus bekannt, ist eine faszinierende Pilzart, die in enger ökologischer Gemeinschaft mit Lärchen wächst. In der Schweiz und im gesamten alpinen Raum ist er aufgrund seiner spezifischen Standortansprüche ein besonderer Fund für Mykologen und Pilzfreunde.

Steckbrief und Merkmale

  • Wissenschaftlicher Name: Hygrophorus speciosus
  • Lebensraum: Dieser Pilz ist ein obligater Mykorrhizapartner der Lärche (Larix). Er findet sich daher bevorzugt in Gebieten, in denen Lärchen heimisch sind, was ihn in der Schweiz besonders in den Alpen- und Voralpenregionen präsent macht.
  • Erscheinungsbild: Der Pilz zeichnet sich durch seine leuchtend orangegelbe Farbe aus. Wie viele Arten aus der Gattung der Schnecklinge (Hygrophorus) weist der Hut eine schleimige Oberfläche auf, die bei Feuchtigkeit besonders ausgeprägt ist.
  • Abgrenzung: In der Pilzkunde wird er oft in Abgrenzung zu anderen Schnecklingsarten (wie dem Wohlriechenden Schneckling oder dem Schleimigberingten Schneckling) betrachtet. Eine exakte Bestimmung ist aufgrund der optischen Ähnlichkeit zu anderen schleimigen Arten im Nadelwald essenziell.

Ökologische Bedeutung in der Schweiz

Die Schweizer Pilzwelt ist stark durch das alpine Mikroklima geprägt. Da die Lärche ein klassischer Baum der subalpinen Stufe ist, ist der Lärchen-Schneckling ein wichtiger Bioindikator für gesunde, von Lärchen dominierte Waldökosysteme. Die Erfassung dieser Art in lokalen Pilzdatenbanken oder durch Vereine (wie etwa bei Bestimmungsabenden in der Region Fricktal oder Zürich) hilft dabei, die Biodiversität der Schweizer Pilzflora zu dokumentieren.

Wichtige Hinweise für Pilzsammler

  • Keine Verzehrfreigabe: Auch wenn manche Schnecklinge essbar sind, ist bei dieser Gattung aufgrund der hohen Verwechslungsgefahr (insbesondere mit nicht essbaren oder unbekannten Arten im Nadelwald) und der Schwierigkeit der Bestimmung für Laien von einem Verzehr dringend abzuraten.
  • Fachkundige Bestimmung: Die Identifikation sollte immer durch Experten oder in Rahmen von Bestimmungsabenden der lokalen Pilzvereine erfolgen. Nutzen Sie für die Bestimmung keine reinen App-Lösungen, sondern ziehen Sie Fachliteratur oder spezialisierte Pilzdatenbanken heran.

Weiterführende Informationen

  1. Pilzkunde.de – Übersicht zum Pilz des Monats (inkl. H. speciosus)
  2. Pilzverein Fricktal – Aktuelle Bestimmungshinweise und Pilzlisten
  3. Pilzverein Zürich – Regionale Informationen zur Pilzvielfalt

Vielleicht auch interessant


Austern-Seitling

Blutmilchpilz

Brätling

Dickschaliger Kartoffelbovist

Edel-Reizker

Falscher Pfifferling

Flockenstieliger Hexen-Röhrling

Frühlings-Knollenblätterpilz

Gelber Knollenblätterpilz

Gemeiner Orangebecherling

Gold-Röhrling

Habichtspilz

Hasen-Öhrling

Kaiserling

Kegelhütiger Knollenblätterpilz

Maipilz

Olivbrauner Milchling

Purpurschneidiger Blut-Helmling

Reifpilz

Samtfuss-Holzkrempling

Spitz-Morchel

Stachelsporige Mäandertrüffel

Totentrompete

Wiesel-Täubling

Ziegenlippe
War das hilfreich?
Pilze
Lärchen-Schneckling
Der Lärchen-Schneckling ist eine Pilzart aus der Familie der Schnecklingsverwandten, dessen Fruchtkörper von September bis November gesellig unter Lärchen wachsen. Er ist ein guter, aber seltener Speisepilz.
Lärchen-Schneckling
KImehr über Lärchen-Schneckling
Quelle: Wikipedia