Das Landkärtchen (Araschnia levana): Ein faszinierender Wanderer der Schweiz

Das Landkärtchen ist ein bemerkenswerter Tagfalter aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae), der durch seine besondere Biologie und sein auffälliges Aussehen besticht. In der Schweiz ist der Falter ein willkommener Gast in naturnahen Lebensräumen und begeistert Naturbeobachter wie Fotografen gleichermaßen.

Merkmale und Besonderheiten

  • Saison-Dimorphismus: Das Landkärtchen ist bekannt für seine zwei unterschiedlichen Erscheinungsformen pro Jahr. Die erste Generation, die im Frühjahr aus überwinterten Puppen schlüpft, ist charakteristisch orange mit schwarzer Zeichnung. Die Sommergeneration zeigt sich hingegen überwiegend schwarz mit einer weißen Binde.
  • Namensgebung: Der Name leitet sich von der komplexen, netzartigen Zeichnung auf der Unterseite der Flügel ab, die an eine Landkarte erinnert.
  • Verhalten: Trotz seiner vergleichsweise geringen Körpergröße ist das Landkärtchen sehr territorial. Männchen verteidigen ihr Revier vehement und schrecken selbst vor deutlich größeren Faltern wie dem Zitronenfalter nicht zurück.

Lebensweise und Lebensraum

  • Raupenfutter: Die Raupen des Landkärtchens sind auf die Brennnessel angewiesen. Diese Pflanze ist für das Überleben der Art essenziell, weshalb naturbelassene Orte mit Brennnesselbeständen – wie sie in Schweizer Naturschutzgebieten gefördert werden – für den Erhalt wichtig sind.
  • Verbreitung: Das Landkärtchen ist in weiten Teilen Eurasiens verbreitet (von Spanien bis Japan). In Mitteleuropa und der Schweiz nimmt sein Verbreitungsgebiet erfreulicherweise eher zu.
  • Beobachtung: In der Schweiz trifft man das Landkärtchen häufig bei Wanderungen, etwa am Irchel oder in Biotopen wie dem von Härkingen, an. Es gehört zu den ersten Schmetterlingen, die den Frühling einläuten.

Schutzstatus und Biodiversität

Der Erhalt von Wildblumenwiesen und der Schutz von Brennnesselstandorten sind zentrale Maßnahmen des Naturschutzes (unterstützt durch Organisationen wie BirdLife Schweiz), um den Bestand dieser Art und vieler weiterer Schmetterlinge zu sichern. Das Landkärtchen fungiert dabei auch als wichtiger Bioindikator für die Qualität von Lebensräumen.


  1. Landkärtchen - Naturfotografie (Adrian Hirsbrunner)
  2. Landkärtchen - Steckbrief & Einordnung (Naturschutz R-S)
  3. Hochsaison der Landkärtchen (Knechtle Glogger)

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Merkmale: Spannweite 28 - 40 mm. Falter hat zwei ganz unterschiedliche Generationen. Im Frühjahr die forma levana mit gelb-roter Grundfärbung mit schwarzer Fleckung, und im Sommer die forma prosoa mit schwarzer Grundfarbe und weisslicher Fleckzeichnung mit zwei rot-braunen, feinen Zeichnungen gegen das Flügelende. Flügelunterseite mit charakteistischen Linienzeichnung, die einer Landkarte gleichen.
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Quelle: insects.ch