«Lasst die Alten sterben»: Eine Analyse des Schweizer Debütfilms von Juri Steinhart

«Lasst die Alten sterben» ist das Spielfilm-Debüt des Berner Regisseurs Juri Steinhart. Der Film setzt sich kritisch und humorvoll mit der Identitätsfindung junger Menschen in einer als überliberal und behütet empfundenen Schweizer Gesellschaft auseinander.

Zentrale Themen und Handlung

Der Film wird als tragisch-komödiantische Zustandsanalyse der sogenannten «Generation Zuckerwatte» beschrieben. Diese Generation wächst in einer Welt auf, in der alles vorhanden ist und die Eltern derart liberal und verständnisvoll agieren, dass eine klassische jugendliche Rebellion kaum möglich erscheint.

  • Identitätssuche: Im Zentrum steht der Prozess des Erwachsenwerdens. Wenn die Eltern keine Widerstandsfläche bieten, stellt sich für die Protagonisten die Frage, wie man sich abgrenzen und eine eigene Identität entwickeln kann.
  • Hommage an den Punk: Neben der gesellschaftlichen Analyse fungiert der Film als eine filmische Hommage an die Punkbewegung der 1980er-Jahre – ein Zeitalter, in dem Provokation und Rebellion gegen das Establishment noch deutlich sichtbare Ausdrucksformen hatten.
  • Produktion: Der in der Schweiz produzierte Film (Produktion: Lomotion) feierte unter anderem seine Präsenz beim Zürich Film Festival 2017 und fand durch diverse Schweizer Kinos (wie das Kino Rex in Bern) den Weg zum Publikum.

Produktionelle Eckdaten

  • Regie: Juri Steinhart
  • Kamera: Simon Huber
  • Produktionsfirma: Lomotion
  • Genre: Tragikomödie / Coming-of-Age
  • Veröffentlichung: 2017 (ZFF) / Kinostart in der Schweiz

Der Film stellt somit eine cineastische Auseinandersetzung mit der Frage dar, was es bedeutet, im heutigen, wohlhabenden und "satten" Umfeld der Schweiz nach einem eigenen, authentischen Weg zu suchen, wenn die üblichen sozialen Hierarchien und Generationenkonflikte bereits in einer "zuckersüssen Harmonie" aufgelöst zu sein scheinen.

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Schweizer Filme
Lasst die Alten sterben
Lasst die Alten sterben
Switzerland, September 2017
Kevin ist jung, Kevin ist cool, Kevin ist wütend. Kevin will eine Revolution! Nur gegen was? Ein tragisch-komischer Film über Jugendliche, die in einer Welt aus Zuckerwatte nach Luft schnappen. Eine Generation, die sich aus der Langeweile befreien will und dabei ins Leere fällt. So kann keine Revolution entstehen. Oder vielleicht doch?
von Juri Steinhart
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Quelle: swissfilms.ch