Late Shift: Von interaktivem Film bis zu Schweizer Event-Formaten

Der Begriff "Late Shift" wird in der Schweiz in unterschiedlichen Kontexten verwendet, wobei er sowohl ein innovatives Filmprojekt als auch kulturelle und betriebliche Veranstaltungen beschreibt.

Der interaktive Film "Late Shift"

Der Film Late Shift ist ein wegweisendes Beispiel für interaktives Storytelling, bei dem der Zuschauer aktiv den Verlauf der Handlung bestimmt.

  • Das Konzept: Es handelt sich um ein sogenanntes „Control Movie“. Die Zuschauer beeinflussen durch Entscheidungen (z. B. via Smartphone oder Touch-Gesten) den Ausgang der Geschichte. Der Protagonist Matt, ein Student, der als Parkwächter arbeitet, gerät unverschuldet in einen Raubüberfall in London und muss seine Unschuld beweisen.
  • Technik: Die Handlung bietet sieben verschiedene Enden. Entscheidungen wirken sich teils unmittelbar, teils erst zu einem späteren Zeitpunkt auf die Erzählung aus. In der Schweiz wurde das Projekt etwa vom Cinéma Royal als partizipatives Event aufgegriffen, bei dem das Publikum per Smartphone-Voting über das Schicksal der Figur abstimmte.
  • Auszeichnung: Das Projekt erlangte Aufmerksamkeit in der Schweizer Szene, unter anderem durch die Aufnahme in die „Best of Swiss Apps 2016“.

"Late Shift" in der Schweizer Kultur und Wissenschaft

Abseits des Films findet der Begriff in der Schweiz in weiteren Bereichen Anwendung:

  • Technorama Winterthur: Unter dem Titel „Late Shift“ organisiert das Swiss Science Center in Winterthur exklusive Abendveranstaltungen für Erwachsene. Hier verschmelzen Wissenschaft, Kunst, Musik und Performances zu einer einzigartigen Atmosphäre ausserhalb der regulären Öffnungszeiten.
  • Kunstsektor: Der Begriff taucht vereinzelt auch in künstlerischen Projekten auf, wie etwa bei der Installation „Blooming Late“ (2018) im Haus für Kunst Uri in Altdorf.
  • Spitalwesen: In einem ganz anderen Kontext – dem Klinikalltag – wird der Begriff „Late Shift“ (Spätschicht) häufig für die besonderen Anforderungen des medizinischen Personals verwendet, etwa im Spital Männedorf, wo die Herausforderungen und die Dynamik dieser Schicht beleuchtet werden.

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Schweizer Filme
Late Shift
Late Shift
Switzerland, March 2016
Matt, ein Londoner Mathematikstudent mit ausgeprägtem Optimierungszwang, wird widerwillig zum Mittäter beim Raub eines wertvollen chinesischen Artefakts. Um sich aus seiner misslichen Lage zu befreien, muss er die Hintergründe der Tat aufdecken und schwerwiegende Entscheidungen treffen, die seinem Naturell diametral zuwider laufen. Der Film wird in der multioptionalen Struktur des interaktiven Filmformats CtrlMovie erzählt. Das Publikum kann für Matt wegweisende Handlungsentscheidungen treffen. Muss auch er skrupellos und gewalttätig werden oder leiten ihn die Zuschauer zu einem guten Ende?
von Tobias Weber
KImehr über Late Shift
Quelle: swissfilms.ch