Dokumentarfilm-Porträt: Le périmètre de Kamsé
Der Dokumentarfilm „Le périmètre de Kamsé“ (2020) des Schweizer Regisseurs Olivier Zuchuat ist ein eindrucksvolles Zeugnis menschlicher Widerstandskraft gegen die fortschreitende Wüstenbildung in Afrika.
Inhalt und Thematik
Der Film beleuchtet den Überlebenskampf der Bewohner des Dorfes Kamsé am Rande der Sahara im Burkina Faso. Während viele junge Menschen aufgrund der Dürre und Perspektivlosigkeit in die Städte abwandern, entscheidet sich eine Gruppe von Zurückgebliebenen – vorwiegend Frauen –, die Zukunft ihres Dorfes in die eigene Hand zu nehmen.
Mit einfachen Mitteln wie Schaufeln und Spitzhacken führen sie ein „pharaonisches“ Projekt durch:
- Renaturierung: Sie graben ein Netzwerk aus Gräben und Dämmen, um das Regenwasser zu speichern.
- Aufforstung: Durch das Pflanzen von tausenden Bäumen schützen sie den Boden vor Erosion und Austrocknung.
- Landwirtschaft: Ziel ist es, die vom Wüstenrand eroberten Zonen wieder fruchtbar zu machen und so die Lebensgrundlage für künftige Generationen zu sichern.
Schweizer Bezug
Der Film ist eine Koproduktion unter Schweizer Beteiligung (u.a. Prince Film SA und Radio Télévision Suisse RTS). Er wird in der Schweizer Filmlandschaft als wichtiges Werk wahrgenommen, um die Diskussion über Klimawandel, Migration und erfolgreiche Wiederaufforstungsprojekte anzuregen. Organisationen wie arboRise nutzen den Film, um ihre eigenen Aufforstungsbemühungen in Guinea mit den Erfahrungen in Kamsé zu vergleichen und zu untermauern.
Filmische Eckdaten
- Regie: Olivier Zuchuat
- Produktionsland: Schweiz / Frankreich
- Länge: 93 Minuten
- Produktion: Prince Film (CH), Andolfi (F)
Empfohlene Links
- Le périmètre de Kamsé - Offizielle Seite bei Outside the Box
- Cinéforom - Datenbankeintrag zum Film
- Prince Film SA - Details und Presseunterlagen
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