Filmporträt: Le Sel des Larmes (Das Salz der Tränen)
Der Film Le Sel des Larmes (2020) ist ein Werk des renommierten französischen Regisseurs Philippe Garrel. Der Film entstand als Koproduktion zwischen Frankreich und der Schweiz (unter Beteiligung von Close Up Films und der RTS Radio Télévision Suisse).
Inhalt und Stilistik
Der Film zeichnet eine schlichte, fast skizzenhafte Geschichte, die durch ihre formale Reduktion besticht. Im Zentrum steht die komplexe Beziehung zwischen einem jungen Mann und den Frauen in seinem Leben, wobei Garrel erneut sein zentrales Motiv der „Fuge“ einsetzt – Momente des Innehaltens und der Stille, in denen die Handlung atmosphärisch ausatmet. Die Parallele zum Beruf des Vaters (ein Tischler) dient als Metapher für das Bearbeiten von Beziehungen und das Zusammenfügen von Lebensentwürfen.
Rezeption
Die Rezeption des Films fiel kontrovers aus. Während das Werk durch die Einladung in den Wettbewerb der Berlinale 2020 eine hohe Anerkennung erfuhr, gab es in der Kritik starke Diskrepanzen:
- Lob: Kritiker hoben die ästhetische Handschrift, die Kameraführung von Renato Berta und die poetische Struktur hervor, die typisch für Garrels Werk ist.
- Kritik: Andere Stimmen (wie etwa im j:mag) empfanden die Dialoge und die Handlung als übertrieben oder gar unbeabsichtigt komisch, was zu einer distanzierten Haltung gegenüber den porträtierten Charakteren führte.
Produktion (CH-Bezug)
Die Einbindung der Schweiz ist durch die Beteiligung der RTS (Radio Télévision Suisse) sowie der Produktionsfirma Close Up Films (Genf) substanziell. Dies unterstreicht die enge Vernetzung der Schweizer Filmbranche mit dem französischen Autorenkino.
Die besten 3 Links zum Thema
- Le Sel des Larmes – Close Up Films – Offizielle Schweizer Filmseite mit technischem Datenblatt und Produktionsdetails.
- Le sel des larmes von Philippe Garrel im Wettbewerb – WEIRD – Analytische Besprechung zur ästhetischen Formensprache des Films.
- Archives des Le Sel des larmes – j:mag – Schweizer Archiv-Portal mit einer kritischen Perspektive auf die Premiere an der Berlinale 2020.
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