Leah Rabin: Eine prägende Persönlichkeit der israelischen Geschichte

Leah Rabin (1928–2000) war weit mehr als nur die Ehefrau des israelischen Ministerpräsidenten Jitzchak Rabin. Sie war eine einflussreiche öffentliche Figur, die insbesondere nach dem Attentat auf ihren Ehemann im Jahr 1995 als Symbolfigur für den Frieden und die israelische Gesellschaft wahrgenommen wurde.

Biografischer Hintergrund

  • Frühes Leben: Geboren 1928, emigrierte Leah Rabin bereits im Alter von fünf Jahren (1933) mit ihrer Familie nach Palästina.
  • Rolle als First Lady: An der Seite von Jitzchak Rabin begleitete sie die bewegtesten Jahrzehnte der israelischen Staatsgründung und Friedensbemühungen.
  • Politisches Wirken: Nach dem Mord an ihrem Mann wurde sie im Ausland und von Teilen der israelischen Friedensbewegung als „Botschafterin des Friedens“ geschätzt. Gleichzeitig war sie in Israel umstritten, da sie die politischen Gegner ihres Mannes scharf für das Attentat mitverantwortlich machte.
  • Literarisches Vermächtnis: Im Jahr 1997 veröffentlichte sie ihre Lebenserinnerungen unter dem Titel „Ich gehe weiter auf diesem Weg“.

Gedenken und Rezeption

Die Wahrnehmung von Leah Rabin ist untrennbar mit dem Schicksal ihres Mannes verbunden. Auf dem Nationalfriedhof auf dem Herzlberg in Jerusalem ruht sie neben Jitzchak Rabin. Ihr Grab ist ein wichtiger Ort des Gedenkens: Während Jitzchaks Grab durch einen Stein aus schwarzem Granit markiert ist, kennzeichnet ein weißer Stein das Grab von Leah Rabin.

Verbindung zur Schweiz

Die schweizerisch-israelischen Beziehungen spiegeln sich in der regelmäßigen Berichterstattung der Gesellschaft Schweiz-Israel (GSI) wider. Die Organisation dokumentiert seit Jahrzehnten Gedenkzeremonien und historische Rückblicke auf das Attentat von 1995. In Publikationen der GSI wird Leah Rabin als Teil der israelischen Geschichte gewürdigt, wobei oft auf die Zeremonien an ihrer Ruhestätte sowie auf die Bedeutung des Friedensprozesses hingewiesen wird, für den beide Eheleute standen.

Lebensende

Leah Rabin verstarb im Jahr 2000 im Alter von 72 Jahren an den Folgen einer Lungenkrebserkrankung. Ihr Tod löste in Israel und international große Anteilnahme aus, wobei ihre Rolle als starke, aber auch kontroverse politische Akteurin in der öffentlichen Debatte noch lange nachwirkte.


  1. Gesellschaft Schweiz-Israel: Gedenken an Jitzchak Rabin
  2. Association Suisse-Israel: Historischer Rückblick auf die Ermordung
  3. Israel-Nachrichten: Nachruf und biografische Einordnung zu Leah Rabin

Vielleicht auch interessant


Bernhard von Clairvaux

Billy Wilder

César Milstein

Christine de Pizan

Christoph Kolumbus

Clemens August Graf von Galen

Coco Chanel

Egon Eiermann

Erik Satie

Eva Peron Evita

Friedrich von Thiersch

Gerhard Behrendt

Gloria Gaynor

Hans Baluschek

Hans W. Geissendörfer

He Pingping

Jean-Antoine Chaptal

Joseph Henry

Leif Eriksson

Mary Somerville

Matthew Calbraith Perry

Maybrit Illner

Philipp Rösler

Sepp Maier

Thomas Danneberg
War das hilfreich?