Die Vielfalt von „Les Gardiennes“: Von Kino bis Kultur in der Schweiz und darüber hinaus

Der Begriff Les Gardiennes (französisch für „Die Hüterinnen“) ist in der schweizerischen und europäischen Kulturlandschaft facettenreich besetzt. Er reicht von anspruchsvollen Spielfilmen über moderne Kunstausstellungen bis hin zu sportlichen oder regionalen Kontexten.

1. „Les Gardiennes“ als Filmwerk

In der Filmkritik ist Les Gardiennes (2017) von Xavier Beauvois ein bekanntes Werk, das sich mit der bäuerlichen Gesellschaft während des Ersten Weltkriegs befasst.

  • Kritik: Das Filmbulletin setzt sich intensiv mit dem Film auseinander und bemängelt eine gewisse ästhetische Glätte. Trotz der visuell ansprechenden Ausstattung kritisiert die Rezension den Mangel an Realismus in der Darstellung der harten bäuerlichen Arbeit und die zuweilen oberflächliche Charakterzeichnung der Hauptfigur Hortense.

2. Kino- und Kulturlandschaft in der Schweiz

Der Begriff findet sich in der Schweiz in unterschiedlichen kulturellen Kontexten wieder:

  • Kulturhaus Palazzo Liestal: Hier wird unter dem Titel Les Gardiennes de la planète ein Naturdokumentarfilm präsentiert, der sich mit dem Schutz der Ozeane befasst und im lokalen Kinoprogramm „Sputnik“ einen festen Platz hat.
  • Regionale Identität: In ländlichen Regionen der Schweiz, etwa in den Alpen, wird der Begriff „Les épicières des Alpes : gardiennes de la tradition“ genutzt, um Frauen zu ehren, die als lokale Händlerinnen den sozialen Zusammenhalt in Bergdörfern sichern und Tradition mit Innovation verbinden.

3. Kunst, Theater und Sport

  • Kunst: Das Kunstmuseum Bochum präsentierte unter dem Titel Les Gardiennes eine Ausstellung, die performative Arbeiten und Beiträge verschiedener Künstlerinnen integriert, um Themen wie Rückgang und surrealistische Inszenierungen zu untersuchen.
  • Theater: Der Autor Nasser Djema hat ein zeitgenössisches Theaterstück mit dem Originaltitel Les Gardiennes (auch als Der Weberknoten bekannt) veröffentlicht, das sich mit modernen gesellschaftlichen Themen auseinandersetzt.
  • Sport: Im Schweizer Fußball, beispielsweise beim Yverdon Sport FC, wird der Begriff für das Training von Torhüterinnen (Entraîneur des gardiennes) verwendet. Auch in taktischen Übungsanleitungen (wie bei Onze Lab) findet er Anwendung, um spezifische Spielformationen mit Torhüterinnen zu beschreiben.

  1. Filmbulletin: Kritik zu „Les gardiennes“ – Eine detaillierte filmwissenschaftliche Einordnung des Spielfilms.
  2. Kulturhaus Palazzo Liestal: Les Gardiennes de la planète – Informationen zum aktuellen Kinoprogramm in der Schweiz.
  3. Imprimerie Azy: Les épicières des Alpes – Ein Einblick in die soziokulturelle Bedeutung von „Hüterinnen“ in Schweizer Bergregionen.

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Les gardiennes
Les gardiennes
France / Switzerland / Monaco / Belgium, September 2017
1915: Die Männer sind an der Front und die Frauen müssen die Höfe irgendwie in Stand halten. Mutter Hortense schuftet unermüdlich. Weil sich ihre Tochter Solange nur schwer unterordnen lässt, stellt sie Francine ein, eine junge Frau vom Fürsorgeamt. Hortense und Francine respektieren und schätzen sich von Anfang an. Doch damit ihre Familie nicht auseinanderfällt, muss Hortense die junge Frau entlassen, was sie schliesslich teuer zu stehen kommt.
von Xavier Beauvois
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Quelle: swissfilms.ch