Les Ponts de Sarajevo: Ein cineastischer Blick auf die europäische Geschichte
Der Film "Les Ponts de Sarajevo" (Die Brücken von Sarajevo) aus dem Jahr 2014 ist ein ambitioniertes Gemeinschaftsprojekt (Omnibusfilm), das die historische und symbolische Bedeutung der bosnischen Hauptstadt Sarajevo für das 20. und 21. Jahrhundert beleuchtet.
Hintergrund und Konzept
Der Episodenfilm wurde anlässlich des hundertsten Jahrestages des Attentats auf Erzherzog Franz Ferdinand (1914) konzipiert, das als Auslöser für den Ersten Weltkrieg gilt. Unter der künstlerischen Leitung von Jean-Michel Frodon haben 13 renommierte europäische Regisseure jeweils einen Kurzfilm beigesteuert, um die wechselvolle Geschichte der Stadt zu reflektieren.
Schweizer Beteiligung
Der Film weist einen starken Schweizer Bezug auf, was sich sowohl in der Produktion als auch in der Regie widerspiegelt:
- Produktion: Die in der Schweiz ansässige Firma Bande à part Films war maßgeblich an der Entstehung beteiligt.
- Regie: Mit Ursula Meier (mit dem Beitrag Tisina Mujo) und Jean-Luc Godard sind zwei prägende Persönlichkeiten des Schweizer Films als Regisseure vertreten.
- Verwertung: Der Film fand seinen Weg in die Schweizer Kinolandschaft, unter anderem durch den Kinostart in der Deutschschweiz im April 2015 sowie durch Besprechungen in Schweizer Filmmedien wie dem Blog von Michael Sennhauser.
Eckdaten zum Film
- Genre: Episodenfilm / Dokumentarisch-fiktionales Essay
- Dauer: 114 Minuten
- Regisseure: Aida Begic, Leonardo Di Costanzo, Jean-Luc Godard, Kamen Kalev, Isild Le Besco, Sergei Loznitsa, Vincenzo Marra, Ursula Meier, Vladimir Perišić, Cristi Puiu, Angela Schanelec, Marc Recha, Teresa Villaverde.
- Thematik: Sarajevo als Spiegelbild europäischer Hoffnungen, Spannungen, Brüche und Versöhnungen.
Fazit
Der Film fungiert als ein filmisches Mosaik, das Sarajevo nicht nur als geografischen Ort begreift, sondern als einen "Ort des Erinnerns" an die europäische Geschichte. Er lädt dazu ein, über die heutige Bedeutung von Grenzen und das Zusammenleben in einem vielfältigen Europa nachzudenken.
Empfohlene Links
- Cinéforom – Projektinfos und Details
- Arttv.ch – Filmporträt und Kontext
- Sennhausers Filmblog – Besprechung des Films
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