Der Lindenschwärmer (Mimas tiliae): Ein faszinierender Nachtfalter

Der Lindenschwärmer (Mimas tiliae) gehört zur Familie der Schwärmer (Sphingidae) und gilt als einer der ästhetischsten Nachtfalter, die im deutschsprachigen Raum – inklusive der Schweiz – vorkommen.

Biologie und Aussehen

  • Merkmale: Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 60 bis 80 Millimetern. Auffällig ist ihre spezifische Färbung, die oft durch markante Musterungen gekennzeichnet ist.
  • Nahrung: Wie der Name bereits verrät, sind Linden die bevorzugten Wirtspflanzen. Die Raupen fressen intensiv an Lindenblättern, um sich für die Metamorphose zu rüsten.
  • Besonderheit: Der adulte Falter nimmt keine Nahrung mehr zu sich. Sein kurzes Leben als Schmetterling steht ganz im Zeichen der Fortpflanzung.
  • Verhalten: Als nachtaktive Tiere verharren sie oft bewegungslos an ihren Schlafplätzen, besonders an kühlen Morgen, was sie für Naturfotografen zu beliebten Motiven macht.

Verbreitung und Lebensraum

  • Schweiz: Der Lindenschwärmer ist in der Schweiz verbreitet und wird von Naturbeobachtern und Fotografen regelmäßig in tieferen und mittleren Lagen dokumentiert (z. B. Nachweise im Raum Therwil/Birsmatthof).
  • Höhenlage: Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich in den Alpen bis in eine Höhe von etwa 1.500 Metern.
  • Habitat: Er ist überall dort anzutreffen, wo Linden vorkommen, was ihn auch in siedlungsnahen Gärten und Parks zu einem Gast macht.

Wissenswertes

Die Raupe ist für ihre beachtliche Größe und ihr charakteristisches Horn am hinteren Ende bekannt. Die Entwicklung von der Raupe bis zur Metamorphose gilt als ein kleines Wunder der Natur. Da der Falter als Imago keine Nahrung mehr aufnimmt, ist er bei der Wahl seines Lebensraums als Larve auf das Vorhandensein der entsprechenden Baumart angewiesen.


Empfohlene Ressourcen

  1. Lindenschwärmer - Mimas tiliae (Wolf Foto Chitin)
  2. Lindenschwärmer (Mimas tiliae) - Verminscout
  3. Natur im Bild - Schwärmergalerie

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Quelle: insects.ch