Llullaillaco Vulkan
Der Llullaillaco – Der heilige Vulkan der Inka
Ein Gigant der Anden
Der Llullaillaco ist mit 6.739 Metern der dritthöchste Vulkan der Erde und einer der höchsten aktiven Vulkane weltweit. Er liegt auf der Grenze zwischen Chile und Argentinien in der extrem trockenen Puna de Atacama. Der Vulkan ist vor allem durch seine perfekte symmetrische Form und seine Bedeutung für die Inka-Kultur bekannt.
Historische und archäologische Bedeutung
Im Jahr 1999 entdeckte ein Team von National Geographic auf dem Gipfel des Llullaillaco drei außergewöhnlich gut erhaltene Kindermumien. Die sogenannten „Niños del Llullaillaco“ (Kinder des Llullaillaco) waren im Rahmen eines Inka-Opferrituals (Capacocha) im 15. Jahrhundert in über 6.700 Metern Höhe dargebracht worden. Die Mumien zählen zu den best erhaltenen der Welt und sind heute im Museo de Arqueología de Alta Montaña (MAAM) in Salta, Argentinien, ausgestellt. Ein Schweizer Reisebericht von danigg.ch hebt dieses Museum als absoluten Höhepunkt hervor.
Besteigung und Abenteuer
Der Llullaillaco gilt als technisch relativ einfacher, aber logistisch extrem anspruchsvoller Berg. Die Besteigung erfordert eine mehrtägige Akklimatisation in der lebensfeindlichen Puna. Schweizer Abenteurer von SINVIA.CH beschrieben 2018 ihre Radtour zum Basecamp des Vulkans. Sie durchquerten den Salar de Llullaillaco, einen Salzsee, in dem intensiv nach Lithium gesucht wird – ein Rohstoff, der auch für die Schweizer Batterie- und Elektromobilitätsindustrie zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Vulkanismus und Einordnung
Obwohl der Llullaillaco als schlafend gilt, gehört er zu den höchsten Vulkanen der Anden. Zum Vergleich:
- Ojos del Salado (6.893 m) – höchster Vulkan der Welt (Chile/Argentinien)
- Nevado Pissis (6.793 m)
- Llullaillaco (6.739 m)
Im Gegensatz zu den gut zugänglichen und touristisch erschlossenen Vulkanen wie dem Villarrica in Chile oder europäischen Vulkanen wie Ätna und Stromboli (die in der Schweiz bei Reiseveranstaltern wie arcatour.ch oder im Kanuclub Brugg beliebt sind), bleibt der Llullaillaco ein sehr einsames und extremes Ziel.
Schweizer Bezug
Für Schweizer Reisende ist der Llullaillaco vor allem als Extremberg und Kulturstätte interessant. Verschiedene Schweizer Blogs und Reiseberichte (SINVIA, Alpenstimme, danigg.ch) zeigen, dass der Vulkan bei Abenteuerreisen in Südamerika zunehmend Beachtung findet – sowohl als Rad- und Trekkingziel als auch wegen seiner einzigartigen Inka-Geschichte.
Die 3 besten Links zum Thema:
- Argentinische Puna und der Vulkan der Inkas – Ausführlicher Schweizer Reisebericht mit Bildern vom Basecamp und Salar de Llullaillaco
- Museum MAAM – Die Kinder des Llullaillaco – Schweizer Bericht über die beeindruckenden Mumienfunde auf dem Vulkan
- Beste Orte um Vulkane zu sehen – Übersicht der höchsten Vulkane der Welt mit Erwähnung des Llullaillaco
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