Übersicht: „Loin des yeux“ – Zwischen Dokumentarfilm und kultureller Reflexion in der Schweiz

Der Begriff „Loin des yeux“ (Fern der Augen) wird in der Schweizer Medien- und Kulturlandschaft in sehr unterschiedlichen Kontexten verwendet. Während er primär als Titel eines bedeutenden Schweizer Dokumentarfilms bekannt ist, findet er auch Anwendung in Kunstausstellungen und philosophischen oder religiösen Diskursen.

1. Der Dokumentarfilm: „Loin des yeux“ (Britta Rindelaub)

Das Herzstück unter diesem Titel ist der preisgekrönte Dokumentarfilm der Schweizer Regisseurin Britta Rindelaub.

  • Inhalt: Der Film begleitet vier Frauen (Kashka, Karima, Mirsada und Fatiha), die ihre Haftstrafe in der Justizvollzugsanstalt La Tuilière verbüßen. Das zentrale, emotionale Thema ist die Distanz zu ihren Kindern, die während der Haftzeit ohne sie aufwachsen.
  • Produktion: Der Film wurde unter anderem bei den „Visions du Réel“ in Nyon gezeigt und ist heute über Plattformen wie artfilm.ch als VOD (Video on Demand) verfügbar.

2. Kunst und Kultur: „Loin des yeux“ als Ausstellung

Neben dem Film wird der Titel auch für Ausstellungen genutzt, um auf Dinge aufmerksam zu machen, die unsichtbar bleiben oder im Verborgenen liegen. Ein Beispiel hierfür ist die Ausstellung in der Grange de Nane (La Chaux), bei der die fragile Welt von Insekten und Tiefsee-Lebewesen thematisiert wird – Wesen, die dem menschlichen Auge aufgrund ihrer Größe oder ihres Lebensraums oft verborgen bleiben.

3. Sprachliche und gesellschaftliche Kontexte in der Schweiz

Der Ausdruck wird im Französischsprachigen (und durch Übersetzungen beeinflusst) in der Schweiz vielseitig genutzt:

  • Spiritueller Kontext: In kirchlichen Kreisen (z.B. Region Meyrin) wird die Redewendung „Loin des yeux, près du cœur“ (Aus den Augen, nicht aus dem Sinn) aufgegriffen, um die Bedeutung von Verbundenheit über räumliche Distanz hinweg zu betonen.
  • Gesundheit: Im Kontext der Augenoptik und Chirurgie (z.B. Vision Léman Laser in Nyon) wird das Thema „Vision de loin“ (Fernsicht) adressiert, was einen rein medizinischen Gegenpol zur philosophischen oder künstlerischen Verwendung des Begriffs darstellt.

Empfohlene Ressourcen

Hier sind die besten Anlaufstellen, um mehr über die genannten Themen zu erfahren:

  1. Loin des Yeux - Cinéma Royal – Informationen zum Dokumentarfilm von Britta Rindelaub.
  2. Loin des yeux – Miroir Miroir – Details zur künstlerischen Ausstellung über Insekten und die Tiefsee.
  3. Alva Film: Loin des yeux VOD – Offizielle Bezugsquelle für den Film auf Abruf.

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Loin des yeux
Loin des yeux
Switzerland, April 2013
Dreissig weibliche Häftlinge leben zusammen in einer Abteilung des Tuilière-Gefängnissses in Lonay bei Morges. Mehr als die Hälfte dieser Frauen hat ein oder mehrere Kinder, die weit weg von ihnen aufwachsen: bei einer Schwester, in einer Pflegefamilie oder noch weiter entfernt in ihrem Herkunftsland. Mit dem Porträt einiger dieser Mütter zeigt der Film die enge Verbindung, die sie zu ihren Kindern haben.
von Britta Rindelaub
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Quelle: swissfilms.ch