Zwischen Traum und Abgrund: Die Ästhetik des «Lost Highway»
Der Begriff «Lost Highway» ist tief in der Popkultur verwurzelt und findet sich in unterschiedlichen künstlerischen Kontexten wieder – von David Lynchs surrealem Meisterwerk bis hin zu literarischen und musikalischen Adaptionen. Auch in der Schweizer Kulturlandschaft findet das Motiv des «verlorenen Weges» oder der einsamen Strasse, sei es in Filmclubs oder in der Reiseliteratur, immer wieder Anklang.
Film und Kino
Der wohl bekannteste Bezug ist David Lynchs Film «Lost Highway» (1997). In der Schweiz wird dieses Kultwerk weiterhin gewürdigt, etwa durch spezialisierte Vorführungen wie im Cinéma du Grütli in Genf, wo der Film als Teil des universitären Cine-Clubs gezeigt wird. Lynchs Filme – inklusive Twin Peaks und Mulholland Drive – zeichnen sich durch ihre traumartige Atmosphäre und den jazzigen Score von Angelo Badalamenti aus, der ein besonderes «Lost Highway»-Gefühl erzeugt.
Ein weiterer cineastischer Berührungspunkt ist der Actionfilm «Highway Heat» (Originaltitel: The Chase), in dem Henry Rollins, der unter anderem durch seine Rolle in Lynchs Lost Highway bekannt ist, als Cop zu sehen ist.
Literarische und kulturelle Adaptionen
Das Motiv des Lost Highway beschränkt sich nicht nur auf das Bewegtbild:
- Comic-Literatur: Soren Mosdal widmete dem Country-Musiker Hank Williams mit dem Werk «Hank Williams Lost Highway» (erschienen bei der Schweizer Edition Moderne) eine Graphic Novel, die das ruppige und unstete Leben der Musiklegende einfängt.
- Musikalische Mythen: Auch die Schweizer Medienlandschaft greift solche Themen auf. So berichtete Virgin Radio Switzerland über das AC/DC-Projekt zum «Highway To Hell» in Australien, welches zeigt, wie stark Highways als Metaphern für Schicksal und musikalisches Erbe wahrgenommen werden.
Abenteuer und die Weite der Welt
In der Schweizer Hobby-Fotografie-Szene, etwa bei Marcel Gross, findet man das Motiv des Highways oft in seiner rohesten Form: dem Dempster Highway oder der Suche nach der sogenannten «Lost Patrol» im hohen Norden. Diese Suche nach Einsamkeit und den Spuren der Vergangenheit spiegelt das Gefühl wider, das auch hinter den filmischen «Lost Highways» steht: das Verlorengehen in einer unendlichen, oft gnadenlosen Landschaft.
Die 3 besten weiterführenden Links
- Lost Highway im Cinéma du Grütli (Genf) – Details zur Vorführung von David Lynchs Klassiker in der Schweiz.
- Soren Mosdal: «Hank Williams Lost Highway» (Edition Moderne) – Die Graphic Novel über das Leben einer Musiklegende.
- AC/DC Tribute-Konzert auf dem «Highway To Hell» (Virgin Radio) – Ein interessanter Blick auf die kulturelle Bedeutung von Highways.
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