Ma vie de Courgette: Ein Meilenstein des Schweizer Animationsfilms

„Ma vie de Courgette“ (deutscher Titel: Mein Leben als Zucchini) ist ein international gefeierter, schweizerisch-französischer Stop-Motion-Animationsfilm aus dem Jahr 2016 unter der Regie des Schweizers Claude Barras, der in Sierre geboren wurde.

Hintergrund und Entstehung

Der Film basiert auf einer langen Produktionsgeschichte. Die Arbeiten am Skript und das Konzept entwickelten sich über Jahre, wobei die eigentlichen Dreharbeiten in einem Studio in Villeurbanne stattfanden. Claude Barras setzte auf eine aufwendige Stop-Motion-Technik, bei der für die verschiedenen Gesichtsausdrücke der Puppen eine Vielzahl an austauschbaren Augenbrauen und Mündern verwendet wurde. Insgesamt 15 Animatoren arbeiteten an 15 Sets gleichzeitig, wobei pro Tag lediglich 20 bis 30 Sekunden Film entstanden.

Handlung

Der Film erzählt die Geschichte eines neunjährigen Jungen mit dem Spitznamen „Zucchini“. Nach dem plötzlichen Tod seiner Mutter wird er vom fürsorglichen Polizisten Raymond in ein Heim gebracht. Dort trifft er auf andere Kinder wie Simon, Béatrice, Alice, Jujube und Ahmed, die alle ihre eigenen schweren Schicksale tragen. Als die mutige Camille ins Heim kommt, findet Zucchini zum ersten Mal eine Verbündete, in die er sich verliebt. Gemeinsam müssen sie ihren Platz in der Welt finden und sich gegen Bedrohungen von außen behaupten.

Bedeutung für die Schweiz

  • Erfolge: Der Film erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter zwei Césars sowie den Cristal d’Annecy. Besonders hervorzuheben ist die Oscar-Nominierung als „Bester Animationsfilm“, was den Film zu einem der bedeutendsten Werke der Schweizer Filmgeschichte macht.
  • Archivierung: Um das Erbe des Films zu bewahren, wurden wesentliche Produktionsmaterialien – darunter Kulissen, Figuren, Storyboards und Skizzenhefte – der Cinémathèque suisse anvertraut. Diese Dokumente zeigen die technischen Geheimnisse und den hohen künstlerischen Anspruch hinter der Stop-Motion-Produktion.
  • Kulturelle Rezeption: Der Film wurde in der Schweiz durch zahlreiche Veranstaltungen (wie das Fantoche-Festival oder Vorführungen in lokalen Theatern wie dem Stadttheater Sursee) gewürdigt und festigte die Position der Schweiz in der internationalen Animationsfilmbranche.

  1. Ma vie de Courgette (2016) - Animationsfilme.ch
  2. Ma vie de Courgette in den Archiven der Cinémathèque suisse
  3. Mein Leben als Zucchini bei DVDONE.CH (Film-Informationen)

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Schweizer Filme
Ma vie de Courgette
Ma vie de Courgette
Switzerland / France, May 2016
Courgette ist ein eher ungewöhnlicher Kosename, aber wenn er einem von der Mutter verliehen wurde und diese dann unerwartet stirbt, hängt man trotzdem daran. Im Heim, in das Courgette gebracht wird, lernt er andere Kinder kennen, denen es ähnlich ergeht wie ihm. Hinter ihrer zuweilen rauen Schale verbirgt sich ein weicher Kern. Es gibt viel zu entdecken und zu lernen: Freunde haben, sich über das Leben unterhalten, Witze reissen – und vielleicht sogar glücklich sein!
von Claude Barras
KImehr über Ma vie de Courgette
Quelle: swissfilms.ch