Der Madeirawellenläufer (Hydrobates castro): Ein faszinierender Hochseevogel

Der Madeirawellenläufer ist ein zur Familie der Sturmschwalben gehörender Meeresvogel, der vor allem für seine abgelegenen Brutgebiete und seine pelagische Lebensweise bekannt ist.

Biologische Merkmale und Lebensweise

  • Systematik: Der Vogel gehört zur Ordnung der Röhrennasen (Procellariiformes).
  • Brutverhalten: Die Art bevorzugt felsige Umgebungen. Das Nest wird in Felshöhlen, Spalten oder in Erdlöchern angelegt.
  • Fortpflanzung: Es wird in der Regel eine Jahresbrut aufgezogen. Im Nordatlantik findet die Eiablage meist in den Monaten Juni und Juli statt.
  • Verbreitung: Der Vogel ist im atlantischen Raum verbreitet, insbesondere auf Inselgruppen wie den Kanarischen Inseln oder dem Berlengas-Archipel. Er ist ein ausgeprägter Hochseevogel, der nur zur Brutzeit an Land kommt.

Bedeutung für die Schweiz

Obwohl der Madeirawellenläufer ein typischer Meeresvogel ist, spielt er eine Rolle in der wissenschaftlichen Dokumentation der Schweiz. Das Naturhistorische Museum der Burgergemeinde Bern (NMBE) führt in seiner Sammlung bedeutende faunistische Belege. Dazu zählen historische Belegexemplare dieser Art, die den hohen Wert der ornithologischen Sammlungen für die Forschung und als Nachweisdokumente für seltene Beobachtungen unterstreichen.

Beobachtungen im Freiland

  • Verhalten: Der Vogel gilt als extrem scheu und verborgen lebend. Beobachtungen in Brutkolonien, etwa auf dem Berlengas-Archipel, zeigen, dass die Vögel ihre Nester energisch verteidigen können.
  • Begegnungen auf See: Bei Expeditionen oder auf hoher See kann der Madeirawellenläufer (oft in Gesellschaft anderer Sturmschwalben oder Sturmvögel) gesichtet werden, wobei er sich auch auf Booten ausruhen kann, wenn die Tiere erschöpft sind.

Empfohlene Ressourcen

  1. Birds-online.ch - Artportrait Madeirawellenläufer
  2. Naturhistorisches Museum Bern - Wirbeltiersammlungen
  3. Vogelarten der Kanarischen Inseln (NatureGallery)

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Madeirawellenläufer
Der Madeirawellenläufer ist kaum jemals in Küstennähe zu sehen. Er unterscheidet sich von der etwas kleineren Sturmschwalbe durch die längeren, spitzeren Flügel und den leicht gekerbten Schwanz, vom Wellenläufer durch den vollständig weissen Bürzel. Der Flugstil liegt zwischen der flatternden, fledermausartigen Flugweise der Sturmschwalbe und dem ständigen Auf und Ab des Wellenläufers.
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