Making in der Schweiz: Von der Bildung bis zur Produktion

Der Begriff „Making“ ist in der Schweiz facettenreich und findet in völlig unterschiedlichen Sektoren Anwendung. Während er in der Bildung eng mit handlungsorientiertem Lernen und digitalen Technologien verknüpft ist, steht er im geschäftlichen Kontext für Prozessoptimierung oder die Dokumentation kreativer Prozesse.

1. Making im Bildungsbereich (Pädagogik)

In der Schweizer Bildungslandschaft hat sich „Making“ als pädagogischer Ansatz etabliert, der Kreativität, fächerübergreifendes Arbeiten und den Umgang mit neuen Technologien fördert.

  • Pädagogische Hochschulen: Institutionen wie die PH Zürich fördern mit Makerspaces und speziellen Weiterbildungsmodulen aktiv die Making-Kultur. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler zu befähigen, digitale Medien aktiv mitzugestalten statt nur zu konsumieren.
  • Plattformen: Projekte wie Making for Education bieten eine schweizweite Austauschplattform, auf der Lehrpersonen Unterrichtsmaterialien teilen können, die direkt auf die Lehrpläne abgestimmt sind.
  • Visionen: Die Debatte dreht sich hierbei oft um „loslassen und machen“ – ein radikaler Ansatz, um Schule neu zu denken und Raum für Innovation zu schaffen.

2. Making in der Industrie (Produktion)

In der Schweizer Industrie steht der Begriff häufig in Verbindung mit der Effizienz und Qualitätssicherung von Arbeitsprozessen.

  • Musterkollektionen: Unternehmen wie die Polytex AG fokussieren sich auf das „Sample Making“. Hier geht es um hochspezialisierte Produktionssysteme, die darauf ausgelegt sind, industrielle Prozesse in der Musterherstellung zu automatisieren und zu optimieren.

3. Making-of: Dokumentation und Branding

Im medialen und kreativen Bereich bezieht sich „Making-of“ auf die filmische oder fotografische Begleitung von Entstehungsprozessen.

  • Einblick hinter die Kulissen: Fotografen und Filmer (z. B. Terence du Fresne) dokumentieren die Arbeit bei Kampagnenshootings für Schweizer Unternehmen (z. B. SCB, BEKB, Zermatt Tourismus). Diese „Making-of“-Inhalte dienen als wichtiges Instrument für das Employer Branding und die öffentliche Wahrnehmung von Marken.
  • Leadership-Insights: Auch im Bereich Management-Consulting wird das Format genutzt, um unter dem Titel „Making the Difference“ die Erfolgsrezepte von Führungspersönlichkeiten in einem Interview-Portfolio sichtbar zu machen.

  1. Making for Education – Plattform für schulische Making-Lernaktivitäten
  2. PH Zürich – Making im Unterricht & Makerspace-Angebote
  3. Terence du Fresne – Einblicke in professionelle Making-of-Produktionen

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Making Off
Making Off
Switzerland / Germany, November 1999
Ein filmischer Trip ans Ende der Vertriebskette der Traumfabriken Hollywoods, in die leicht entrückte Welt der Angestellten eines kleinen Videoverleihs, einer kleinen Gruppe von Freunden, denen die Videothek als Bühne für ihre Obsessionen und Fiktionen, ihre Freude und Verzweiflung dient, während sie auf die versprochenen «fünf Minuten Berühmtheit» warten. Neugier und Ungeduld treibt sie in die Arme des Theaters, wo sie, trotz den Tücken der harten und unerbittlichen «Bretter, die die Welt bedeuten», nach und nach die Bilder für ihre Zweifel, Unsicherheiten und Sehnsüchte zu finden beginnen und mit ihnen eins werden. Der Film ist aus der preisgekrönten Theaterproduktion «Forever Godard» hervorgegangen.
von Igor Bauersima
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Quelle: swissfilms.ch