Übersicht: Die filmische Auseinandersetzung in „Malcolm & Marie“

Das Netflix-Drama „Malcolm & Marie“ (2021) von Regisseur Sam Levinson ist eine intensive Charakterstudie, die sich fast ausschließlich auf die Dynamik zwischen einem jungen Paar konzentriert. Nachfolgend finden Sie eine Zusammenfassung der zentralen Aspekte, ergänzt durch Perspektiven aus Schweizer Medien.

Inhalt und Themen des Films

Der Film setzt ein, als der Regisseur Malcolm und seine Freundin Marie von der Premiere seines neuesten Films nach Hause kommen. Was als Feierabend beginnt, entpuppt sich schnell als emotionales Schlachtfeld. Die Handlung entzündet sich an einem Detail in Malcolms Dankesrede, das eine Kette von Enthüllungen und Vorwürfen auslöst, die das Fundament ihrer Beziehung infrage stellen.

Kritische Einordnung

  • Charakterzeichnung: Kritiker weisen darauf hin, dass die Figuren teils als „hohle Gefässe“ für philosophische Diskurse über Kunst und Liebe wirken. Insbesondere Malcolm wird oft als narzisstisch und kritikunfähig beschrieben.
  • Filmmetakritik: Ein zentrales Thema ist Malcolms Abrechnung mit der Filmkritik. Er prangert an, dass schwarze Regisseure oft auf ihre politische Identität reduziert werden, anstatt als Künstler individuell wahrgenommen zu werden.
  • Inszenierung: Trotz kontroverser Meinungen über die „pedantische“ Art der Dialoge wird die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern Zendaya und John David Washington durchweg gelobt. Die visuelle Gestaltung in Schwarz-Weiß unterstreicht die intime, teils klaustrophobische Atmosphäre des Kammerspiels.

Rezeption und Kontext in der Schweiz

Die Wahrnehmung des Films in der Schweizer Medienlandschaft ist gespalten. Während Publikationen wie Maximum Cinema den Film eher kritisch als ein „misslungenes Kuriosum“ betrachten, betonen andere französischsprachige Schweizer Quellen (wie La Pépinière oder Socialize Magazin) die ästhetische Brillanz und die Kraft der schauspielerischen Leistung. Der Film wird dabei in eine Reihe von Werken eingeordnet, die Levinsons Interesse an emotionalen Grenzbereichen widerspiegeln, ähnlich wie bei seiner Serie Euphoria.


  1. MAXIMUM CINEMA: Kritik zu «Malcolm & Marie»
  2. Socialize Magazin: Ein Film über das, was uns verbindet und trennt
  3. La Pépinière: «Malcolm and Marie» – Je t’aime, moi non plus

Vielleicht auch interessant


Barbie

Big Fish

Birdman oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit

Black Swan

Die Reifeprüfung

Dune: Part Two

Furiosa: A Mad Max Saga

Ghost in the Shell

Halloween - Die Nacht des Grauens

Indiana Jones und der Tempel des Todes

Isi & Osssi

Kimi

Kinds of Kindness

Longlegs

Luca

Oppenheimer

Rebel Ridge

Sieben

Stillwater

The Dark Knight Rises

The Game

The House

Tucker & Dale vs Evil

Walk the Line

Wall-E - Der Letzte räumt die Erde auf
War das hilfreich?