Margaret Atwood: Eine literarische Kraft zwischen Tradition und Provokation

Margaret Atwood, geboren 1939 in Ottawa, zählt zu den bedeutendsten und einflussreichsten Gegenwartsautorinnen weltweit. Ihr umfangreiches Werk umfasst Romane, Essays, Kurzgeschichten, Lyrik und sogar Kinderbücher.

Literarisches Schaffen und Themenschwerpunkte

Atwoods Schriften zeichnen sich durch ihre Vielseitigkeit und intellektuelle Tiefe aus:

  • Dystopische Klassiker: Mit ihrem weltberühmten Werk „The Handmaid’s Tale“ (Der Report der Magd) schuf sie eine der prägendsten Dystopien der Literaturgeschichte, die auch in der Schweiz als Standardwerk feministischer und gesellschaftskritischer Literatur geschätzt wird.
  • Intertextualität: In Werken wie „Hexensaat“ setzt sie sich intensiv mit Shakespeare auseinander und transformiert klassische Stoffe in moderne, erzählerisch wuchtige Zusammenhänge.
  • Kollaborative Projekte: Atwood beweist Innovationsfreude, etwa als Herausgeberin des Gemeinschaftsromans „Vierzehn Tage“, der in Zusammenarbeit mit zahlreichen weiteren Autorinnen und Autoren entstand.

Öffentliche Wahrnehmung und Haltung

  • Debattenkultur: Atwood zeigt sich als streitbare Intellektuelle. Sie wehrt sich öffentlich gegen Tendenzen der „Cancel Culture“, insbesondere wenn Literatur aufgrund ideologischer Vorbehalte von Lehrplänen oder aus Bibliotheken verbannt wird. Ihr spöttischer Kommentar dazu: „Ich vermute, sie wollen nicht, dass junge Menschen über Diktaturen nachdenken.“
  • Digitale Präsenz: Trotz ihres Alters gilt sie als Vorreiterin im Umgang mit sozialen Medien. Sie betrachtet Plattformen wie X (ehemals Twitter) als Werkzeug für Neugier und zur Beobachtung gesellschaftlicher Prozesse, nicht primär als reines Marketinginstrument für ihre Bücher.

Präsenz im Schweizer Buchmarkt

In der Schweiz ist Margaret Atwood fest in der literarischen Landschaft verankert. Zahlreiche Schweizer Buchhandlungen (wie z.B. QueerBooks in Bern oder spezialisierte Literaturseiten) führen ihre Werke, darunter auch Graphic Novels und essayistische Bände wie „Brennende Fragen“. Schweizer Verlage und Literaturkritiker rezipieren ihre Neuerscheinungen regelmäßig und würdigen ihr Schaffen als essenziellen Beitrag zur Weltliteratur.


  1. Margaret Atwood bei QueerBooks – Übersicht ihrer Werke mit Fokus auf feministische und queere Themen.
  2. Cancel Culture: Margaret Atwood wehrt sich (Aargauer Zeitung) – Einblick in ihre aktuelle gesellschaftspolitische Haltung.
  3. Margaret Atwood bei literaturblatt.ch – Detaillierte Besprechung ihres Werks „Hexensaat“.

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Personen
Margaret Atwood
Margaret Eleanor Atwood ist eine der renommiertesten zeitgenössischen kanadischen Schriftstellerinnen, die feministische Literatur wie "Die essbare Frau" (1969), "Der lange Traum" (1972), "Report der Magd" (1985) und "Das Jahr der Flut" (2009) schrieb und 2017 den Freidenspreis des Deutschen Buchhandels erhielt. Sie wurde am 18. November 1939 in Ottawa, Ontario in Kanada geboren. 2019 feiert Atwood ihren 80. Geburtstag.
Margaret Atwood
Quelle: geboren.am