Der Mauerlattich (Mycelis muralis): Ein Porträt der schattenliebenden Wildblume

Der Mauerlattich ist eine charakteristische Pflanze der europäischen Wälder und kommt auch in Deutschland flächendeckend vor. Er gehört zur Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae) und ist für seine Anpassungsfähigkeit an schattige Standorte bekannt.

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Mycelis muralis
  • Familie: Korbblütengewächse (Asteraceae)
  • Wuchshöhe: 25 bis 150 cm
  • Blütezeit: Juli bis September
  • Blütenform: Körbchenblumen vom Cichorium-Typ
  • Besonderheit: Bei Verletzung der Pflanze tritt ein weißer Milchsaft aus.

Ökologie und Standort

Der Name muralis leitet sich vom lateinischen Wort für „Mauer“ ab, da die Pflanze bevorzugt an Mauern, in Felsspalten, aber vor allem in schattigen Waldgebieten wächst. In Deutschland ist der Mauerlattich ein typischer Bewohner von Schatthangwäldern, wie sie beispielsweise am Naturlehrpfad in Graupa zu finden sind. Er gilt als insektenfreundliche Pflanze und ist eine klassische Begleitart der heimischen Flora, die häufig zusammen mit Arten wie der Glockenblume auftritt.

Bedeutung in Natur und Kultur

Der Mauerlattich ist nicht nur ein ökologisch wertvoller Bestandteil der krautigen Waldschicht, sondern findet auch in der regionalen Kultur und Kunst Beachtung. So wird er in literarischen Werken, wie denen von Joachim Werneburg, als prägende Pflanze einer Landschaft beschrieben und dient aufgrund seiner feinen Struktur sogar als Motiv für botanische Illustrationen und Fotografie.


  1. Flora Emslandia: Artenporträt Mauerlattich
  2. Pflanzini: Detaillierte Infos zum Mauerlattich
  3. Alpenflora: Steckbrief Mycelis muralis

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Blumen
Mauerlattich
Gattung
Korbblütengewächse (Asteraceae)
Blütezeit
Juli bis September
Vorkommen
kollineKolline Stufe (Hügelstufe: bis ca. 900m)
bis
subalpineSubalpine Stufe (Gebirgsstufe: ab 1500 bis ca. 2200m)
Stufe
Mauerlattich
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