Me duele la memoria: Eine filmische Auseinandersetzung mit der chilenischen Geschichte

Der Dokumentarfilm „Me duele la memoria“ (2018), unter der Regie von Iara Heredia, ist ein eindringliches Werk, das die dunklen Kapitel der chilenischen Diktatur unter Augusto Pinochet aufarbeitet. In der Schweiz wird der Film regelmäßig im Rahmen von kulturellen Veranstaltungen, Filmclubs und Gedenkformaten gezeigt, um die historische Erinnerung wachzuhalten.

Inhalt und Thematik

Der Film beleuchtet das Schicksal von Menschen, die während der Militärdiktatur verfolgt wurden, darunter Aktivisten wie der Brasilianer João und die damals erst 15-jährige Liliana. Der Film thematisiert:

  • Widerstand und Verfolgung: Die Zerschlagung des „chilenischen Weges zum Sozialismus“ unter Salvador Allende ab September 1973.
  • Arpilleras: Ein zentrales Element des Films sind die sogenannten Arpilleras – kunstvoll gestaltete Textilbilder, die von Frauen während der Diktatur als Ausdruck des Widerstands und als Mittel zur Dokumentation des Leids erschaffen wurden.
  • Erinnerung als Widerstand: Der Film versteht sich als poetisches und politisch engagiertes Mahnmal gegen das Vergessen. Er zeigt auf, dass das Erinnern eine notwendige Handlung gegen politische Unterdrückung ist.

Präsenz in der Schweiz

Der Film wird in der Schweiz häufig in Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Gruppen gezeigt, die sich mit Lateinamerika-Themen beschäftigen. Dabei finden oft Rahmenprogramme statt, wie etwa:

  • Workshops: In Zusammenarbeit mit Gruppen wie dem Kollektiv Broderie PoinGt werden in Verbindung mit der Filmvorführung Stick-Workshops organisiert, die den Bezug zu den Arpilleras herstellen.
  • Diskussionsrunden: Häufig ergänzen Podiumsdiskussionen (z. B. mit Organisationen wie Droit de Rester oder dem Kollektiv Sud Global) die Filmvorführungen, um den Bogen von der historischen Diktatur zur aktuellen politischen Situation (z. B. Bewegungen gegen den Neoliberalismus oder Verfassungsänderungen in Chile) zu spannen.
  • Veranstaltungsorte: Zu den Spielorten zählten unter anderem Pôle Sud (Lausanne) sowie verschiedene Filmclubs in Fribourg und Genf (P-Kino).
  1. Let's Doc! - Programmübersicht „Me duele la memoria“
  2. Pôle Sud - Eventarchiv zum Film „Me duele la memoria“
  3. P-Kino (Genf) - Filmvorstellung „Me duele la memoria“

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Me duele la memoria
Me duele la memoria
Switzerland, August 2018
They had to flee, fight for their lives, resist or go into exile. Our witnesses, Liliana, Joao, Teresa, Hector, Oscar and Alberto saw their lives change dramatically on September 11, 1973. On that day the armed forces of General Pinochet put a brutal end to the Chilean path towards socialism, a project of radical transformation initiated by President Allende and supported by an extraordinary popular movement.
von Iara Heredia Lozar, Bastien Genoux
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Quelle: swissfilms.ch