Michael Faraday (1791–1867): Pionier der Elektrizität und sein Einfluss bis in die Schweiz

Michael Faraday war ein bedeutender britischer Physiker und Chemiker, dessen Entdeckungen das Fundament für die moderne Elektrotechnik und medizinische Diagnostik legten. Trotz seiner bescheidenen Herkunft als gelernter Buchbinder entwickelte er sich zu einem der einflussreichsten Wissenschaftler seiner Zeit.

Wissenschaftliche Meilensteine

  • Elektromagnetische Induktion (1831): Faraday entdeckte das Prinzip, dass durch Bewegung eines Leiters in einem Magnetfeld elektrische Ströme erzeugt werden können. Dies ist die Grundlage für Generatoren und moderne Stromerzeugung.
  • Elektrolyse: Er leistete Pionierarbeit in der Elektrochemie und definierte zentrale Begriffe wie „Anode“ und „Kathode“.
  • Faraday-Käfig: Diese Erfindung beschreibt eine Abschirmvorrichtung gegen elektromagnetische Felder, die bis heute weltweit eine essenzielle Rolle spielt.

Anwendung des Faraday-Prinzips in der Schweiz

Faradays Erfindungen sind im Schweizer Alltag und in der technischen Infrastruktur fest verankert:

  • Medizintechnik (Radiologie): In der Schweizer Radiologie sind moderne MRT-Räume standardmäßig als Faraday-Käfige konstruiert. Diese Abschirmung ist notwendig, um äußere elektromagnetische Störungen zu blockieren und präzise Bildgebungen zu ermöglichen.
  • Blitzschutz: Schweizer Unternehmen, wie etwa im Bereich der Dachtechnik (z. B. Eigenmann AG), nutzen das Prinzip des Faraday-Käfigs, um Gebäude effektiv vor Blitzeinschlägen zu schützen. Durch ein leitfähiges Netzwerk um das Gebäude herum wird der Strom sicher um den Innenraum herumgeleitet.
  • Bildung und Lehre: Schweizer Initiativen wie "Do-It-yourSciences" nutzen das Konzept der "Faraday-Taschenlampe", um Schülern praxisnah zu vermitteln, wie mechanische Bewegung (induziert durch Muskelkraft) in elektrische Energie umgewandelt wird.

Persönliches und Vermächtnis

Faraday zeichnete sich durch eine ausgeprägte Bescheidenheit aus; so lehnte er beispielsweise die Erhebung in den Ritterstand ab. Seine Bedeutung für die Wissenschaft wird auch durch seine letzte Ruhestätte unterstrichen: Er liegt in der Westminster Abbey in der Nähe von Isaac Newton begraben.


  1. Faraday, Michael (1791–1867) – Radiologie24
  2. Blitzschutz – das Prinzip des Faraday’schen Käfigs
  3. Faraday-Taschenlampe – Do-It-yourSciences

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Michael Faraday
Michael Faraday war ein bedeutender Physiker und Chemiker, der u. a. den Elektromagnetismus erforschte, 1821 einen frühen Elektromotor konstruierte, 1831 die elektromagnetische Induktion sowie 1824 das Benzol und das Butan entdeckte. Er wurde am 22. September 1791 in Newington, Surrey in England geboren und starb mit 75 Jahren am 25. August 1867 in Hampton Court Palace, Richmond upon Thames, London. Sein Geburtstag jährt sich 2019 zum 228. Mal.
Michael Faraday
Quelle: geboren.am