Millencolin: Die schwedischen Skate-Punk-Legenden

Millencolin ist eine einflussreiche schwedische Punkrock-Band, die 1992 gegründet wurde. Die Bandmitglieder Erik Ohlsson, Mathias Färm und Nikola Sarcevic legten den Grundstein für eine Karriere, die das Genre des Skate-Punks nachhaltig prägte.

Ursprung und Name

Der Name „Millencolin“ leitet sich vom Skateboard-Trick „Melancholy“ (auch bekannt als „Sad Air“) ab. Diese Namensgebung unterstreicht die enge Verbundenheit der Bandmitglieder mit der Skater-Kultur, die ihre Musik massgeblich beeinflusst hat. Vor der Gründung spielten die Mitglieder in Bands wie „Charles Harfager“ und „Seigmenn“.

Musikalische Entwicklung und Erfolg

  • Anfänge: Nach ihrer Gründung 1992 veröffentlichten sie 1993 die Single „Use your nose“ über Burning Heart Records. Ihr Debütalbum „The same old tunes“ etablierte sie schnell in der Szene.
  • Durchbruch: Mit dem zweiten Album „Life On A Plate“ (1995) feierte die Band in Schweden grosse Erfolge und erreichte Platz 4 der nationalen Charts.
  • Stil: Millencolin zeichnet sich durch lauten, melodischen und mitreissenden Punkrock aus, der oft als Referenz für Bands des Melodic Hardcore und Punk Genres dient. Ihr Sound ist prädestiniert für Circle Pits und Mosh Pits.

Bedeutung in der Schweizer Szene

Millencolin geniesst in der Schweiz einen hohen Stellenwert und ist ein gern gesehener Gast auf grossen Open-Air-Bühnen:

  • Open Air Gränichen: Die Band ist dort ein fester Bestandteil des Line-Ups und wird für ihre etablierte Live-Performance geschätzt.
  • Sedel: Auch im Luzerner „Sedel“ bewiesen sie 2016, dass sie live „besser denn je“ sind.
  • Einfluss auf lokale Bands: Die Band dient oft als Referenzpunkt für Schweizer Punkrock- und Hardcore-Formationen. So orientieren sich beispielsweise Bands aus Einsiedeln wie „Must Be Wrong“ am 90er-Jahre Melodic Hardcore, stark beeinflusst durch Vorbilder wie Millencolin.

Wissenswertes

  • Rechtliches: Frühe Kontroversen gab es wegen ihres Albumtitels „The same old tunes“ (ursprünglich „Tiny Tunes“), da das Artwork und der Name zu stark an die Looney Tunes erinnerten.
  • Multitalente: Neben der Musik betätigte sich die Band auch videografisch, etwa mit dem Projekt „Millencolin & the Hi-8 Adventures“.

  1. Millencolin Offizielle Website – Die zentrale Anlaufstelle für aktuelle Tourdaten und Neuigkeiten.
  2. Millencolin Biografie bei Nordpool – Ausführliche Informationen zur Historie und den Anfängen der Band.
  3. Open Air Gränichen Archiv – Ein Beispiel für die starke Live-Präsenz der Band in der Schweizer Festivallandschaft.

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Quelle: wdr.de