Dokumentarfilm "Millions Can Walk": Der Marsch für Gerechtigkeit und soziale Bewegungen in der Schweiz

Der Dokumentarfilm "Millions Can Walk" (2014) von Christoph Schaub und Kamal Musale ist ein eindrucksvolles filmisches Zeugnis über den gewaltlosen Widerstand in Indien. Er dokumentiert den „Jan Satyagraha“ – den „Marsch der Gerechtigkeit“ –, bei dem hunderttausende landlose Adivasi (indische Ureinwohner) zu Fuß nach Delhi zogen, um für ihre Rechte, Würde und den Zugang zu Land zu kämpfen. Angeführt wurde diese Bewegung von Rajagopal P.V., einem Friedensaktivisten, der in der Tradition Mahatma Gandhis steht.

Kontext und Rezeption

Der Film verdeutlicht, wie industrielle Interessen und die Vertreibung von Ureinwohnern deren Lebensgrundlagen zerstören. In der Schweiz fand der Film breite Resonanz, da er Themen wie gewaltlosen Widerstand, soziale Gerechtigkeit und ethischen Konsum (z. B. Adivasi-Kooperativen, die Pfeffer produzieren) miteinander verknüpft. Er wurde als inspirierend für Friedensbewegungen wahrgenommen und oft in den Kontext globaler Ungerechtigkeiten gestellt.

Parallelen zum sozialen Engagement in der Schweiz

Das Thema "Walk" (Marsch/Gehen) als Akt der Solidarität und des sozialen Engagements findet sich auch in der Schweizer Unternehmenslandschaft wieder:

  • GF Walk for Water (Schaffhausen): Die Georg Fischer AG organisiert an ihrem Hauptsitz in Schaffhausen und weiteren Standorten weltweit Spendenläufe, um das Bewusstsein für die globale Wasserknappheit zu schärfen und sich für den Zugang zu sauberem Wasser einzusetzen.
  • Roche Children’s Walk: Als jährliche weltweite Spendenaktion engagieren sich Mitarbeitende von Roche für Kinder in Not. Die Summen, die hierbei für soziale Projekte gesammelt wurden, unterstreichen das hohe Potenzial von „Walk“-Events zur Mobilisierung von Ressourcen und öffentlicher Aufmerksamkeit.

Während "Millions Can Walk" den Fokus auf den existentiellen politischen Widerstand und die Menschenrechte in Indien legt, spiegeln die Schweizer Initiativen das wachsende Bewusstsein für Corporate Social Responsibility (CSR) wider. Beides unterstreicht, dass physische Bewegung (das „Gehen“) ein machtvolles Symbol für kollektives Handeln und sozialen Wandel bleibt.

  1. Adivasi in Indien – Dokumentarfilm "Millions can walk" (Schwarzer Pfeffer)
  2. Millions can Walk – Ekta Parishad (brhalewitsch.de)
  3. 2025 GF Walk for Water: step by step for safe water (Georg Fischer)

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Schweizer Filme
Millions Can Walk
Millions Can Walk
Switzerland, January 2014
Hunderttausende Inder und Inderinnen – landlose Bauern und Ureinwohner – begeben sich auf einen 400 Kilometer langen Protestmarsch von Gwalior nach Delhi, um ihr Recht auf eine würdige Existenz einzufordern. Wie kann man für seine Rechte kämpfen, ohne Gewalt anzuwenden? Mit dieser wichtigen aktuellen Fragestellung strahlt der Film weit über die Grenzen Indiens hinaus. Er zeigt die vielfältigen Facetten des imposanten Protestmarsches und fokussiert dabei auch immer wieder auf die tägliche Realität dieser stolzen Menschen.
von Christoph Schaub, Kamal Musale
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Quelle: swissfilms.ch