Mission Eternity: Kunst, Tod und digitale Unsterblichkeit in der Schweiz
Das Projekt "Mission Eternity" ist ein wegweisendes Kunstwerk der Schweizer Künstlergruppe etoy.CORPORATION. Es setzt sich kritisch und technologisch mit den Themen Tod, Nachlassverwaltung und digitalem Erbe auseinander.
Hintergrund und Konzept
Die etoy.CORPORATION, bekannt für ihre provokanten und interdisziplinären Kunstaktionen, entwickelte "Mission Eternity" als eine Art digitales Archiv für das Leben und Sterben. Im Zentrum des Projekts steht der "E-Sarcophagus" – ein physischer 20-Fuss-Container, der als letzte Ruhestätte für die "Piloten" (Teilnehmer) dient. Das Projekt verbindet physische Präsenz (die Asche der Verstorbenen im Container) mit einer immateriellen, digitalen Komponente, die das digitale Erbe der Individuen bewahrt.
Entwicklung in der Schweiz
Die technische Umsetzung dieses komplexen Projekts erforderte spezialisierte Expertise, weshalb etoy.CORPORATION eng mit Schweizer Partnern zusammenarbeitete. So beteiligte sich beispielsweise die Firma defekt GmbH an der Entwicklung und technischen Realisierung der Ausstellungsstücke. Der E-Sarcophagus wurde unter anderem für internationale Kunstausstellungen wie die ISEA in San Jose konzipiert, wobei der Schweizer Ursprung der Projektleitung ein zentrales Merkmal der technologisch-philosophischen Auseinandersetzung bleibt.
Kernaspekte des Projekts
- Digitale Konservierung: Mission Eternity hinterfragt, was von einem Menschen in einer zunehmend vernetzten Welt bleibt, wenn der physische Körper stirbt.
- Der E-Sarcophagus: Ein begehbarer, technologisch hochgerüsteter Raum, der sowohl zur Aufbewahrung als auch zur Archivierung dient.
- Kunst vs. Technologie: Das Projekt steht an der Schnittstelle von digitalem Totenkult, Datenschutz und künstlerischer Performance, wobei es bewusst gesellschaftliche Grenzen auslotet.
Die besten Links zum Thema
- defekt GmbH: etoy - Mission Eternity (Projektbeschreibung)
- etoy.CORPORATION (Offizielle Projektseite)
- ISEA - International Symposium on Electronic Art (Kontext zur Ausstellung)
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