Egbert Moehsnang: Leben und Wirken eines Schweizer Wahlkünstlers

Egbert Moehsnang (1927–2017) war ein bedeutender Maler, Grafiker und Kupferstecher, der zwar in Amberg (Deutschland) geboren wurde, jedoch ab 1950 in der Schweiz eine neue Heimat fand. Sein Werk und seine Biografie sind eng mit der Berner Kunstszene der Nachkriegszeit verknüpft.

Biografie und Schweizer Jahre

  • Ankunft in Bern: Im Jahr 1950 kam Moehsnang nach Bern. Geprägt von traumatischen Kriegserlebnissen, galt er innerhalb der damaligen, oft existenzialistisch geprägten Schweizer Kunstszene als „Fremdling“ und introvertierter Einzelgänger.
  • Das Künstlerhaus Bern: Von 1952 bis Ende der 1960er-Jahre war das Künstlerhaus an der Berner Postgasse ein zentraler Lebensmittelpunkt für ihn. Hier entwickelte er maßgeblich seine Technik als Kupferstecher.
  • Späterer Lebensweg: Zeit seines Lebens blieb er künstlerisch aktiv und lebte zuletzt zurückgezogen in Schüpfen, wo er 2017 verstarb.

Künstlerisches Schaffen

  • Vielfalt der Medien: Neben seinem umfangreichen zeichnerischen und malerischen OEuvre schuf Moehsnang zahlreiche ortsbezogene Auftragswerke für den öffentlichen Raum. Dazu zählen Glasmalereien (z. B. Französische Kirche Bern, Kirche Berzona), Altarbilder, Skulpturen, Reliefs und Wandteppiche.
  • Stil und Technik: Er galt als Suchender nach Form und Struktur. Insbesondere seine Kupferätzungen und großformatigen Arbeiten erhielten Anerkennung, wobei Kritiker wie Paul Nizon sein Werk als konsequent und eigenwillig beschrieben.
  • Rezeption: Moehsnang war in wichtigen Ausstellungen vertreten (u. a. Kunstmuseum Bern, Galerie Kornfeld). Sein Nachlass wird heute durch seine Familie und enge Vertraute verwaltet, wobei das AMBERG.MUSEUM einen bedeutenden Teil des Werks pflegt.

Bedeutung für die Kunstgeschichte

Moehsnang nahm in der Schweizer Kunstwelt eine Sonderstellung ein. Während er einerseits von den Impulsen durch Persönlichkeiten wie Arnold Rüdlinger (dem damaligen Direktor der Kunsthalle Bern) profitierte, blieb er durch seine ruhige, zurückhaltende Art ein „heimlicher Künstler“, der sich den Trends der Zeit entzog, um ein konsequentes, persönliches Gesamtwerk zu schaffen.


Empfohlene Ressourcen

  1. Egbert Moehsnang - Art-Nachlassstiftung.ch
  2. Egbert Moehsnang - OberpfalzWiki
  3. Egbert Moehsnang im Künstlerhaus Bern - moehsnang.ch

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Moehsnang
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Switzerland, November 2011
Die atmosphärischen Bilder entstehen langsam, über Jahre hinweg und wirken doch spontan gemalt. Er sitzt und beobachtet, geht auf das Bild zu, greift ein, eine schnelle Begegnung mit der Bildfläche und sitzt bereits wieder, um der Veränderung nachzuspüren. Im Akt des Bildens kann der Künstler sich gegenübertreten, als ob er erst im Spiegel seines Werkes sich selbst begreifen würde. Das Künstlerportrait zeigt Schaffen und Werk des Malers während eines Jahres.
von Urs Kohler, Susanna Brändli, Heidi Ueltschi
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Quelle: swissfilms.ch