Der Mohrenkopf-Milchling (Lactarius lignyotus): Ein Porträt
Der Mohrenkopf-Milchling ist ein markanter und bei Kennern geschätzter Speisepilz. Er zeichnet sich durch sein charakteristisches Erscheinungsbild aus, das ihm zahlreiche volkstümliche Namen eingebracht hat.
Steckbrief und Merkmale
- Wissenschaftlicher Name: Lactarius lignyotus
- Volkstümliche Namen: Kaminkehrer, Kaminfeger, Rußkopf, Schornsteinfeger, Schwarzfußmilchling.
- Aussehen: Der Pilz besitzt einen auffällig dunklen, fast schwarzen Hut und einen ebenso gefärbten Stiel. Im Kontrast dazu stehen die hellen, weißlichen bis hellockerfarbenen Lamellen.
- Lebensraum: Man findet ihn bevorzugt in Nadel- und Nadelmischwäldern, vereinzelt auch in durchmischten Kalkbuchenwäldern mit Fichtenanteil.
- Saison: Die Hauptsaison liegt in den Monaten August und September, theoretisch kann er jedoch vom Sommer bis in den späten Herbst gefunden werden.
Vorkommen und Bedeutung in der Schweiz
In der Schweiz ist die Bestimmung von Milchlingen aufgrund der hohen Artenvielfalt und der oft notwendigen mikroskopischen oder chemischen Untersuchung (z. B. KOH-Reaktion) anspruchsvoll. Der Mohrenkopf-Milchling ist in Fachkreisen, etwa bei Pilzvereinen (z. B. im Fricktal oder Zürich), als interessantes Studienobjekt bekannt. Aufgrund seiner Vorliebe für bestimmte Baumpartner (Symbiose) und dem Vorkommen in speziellen Habitaten wie Moorlandschaften oder Gebirgswäldern ist eine genaue Standortanalyse für Pilzfreunde entscheidend.
Kulinarische Verwendung
Der Mohrenkopf-Milchling gilt als sehr guter Speisepilz. Eine Besonderheit ist, dass er zu den wenigen Wildpilzen gehört, die als vergleichsweise gut verträglich gelten. Dennoch gilt: Sammeln Sie nur Pilze, die Sie zweifelsfrei bestimmen können. Da es bei Pilzen immer wieder zu Verwechslungen kommen kann, sollten Anfänger bei Unklarheiten stets eine Pilzkontrollstelle aufsuchen.
Wichtige Hinweise
- Verwechslungsgefahr: Die Bestimmung von Milchlingen ist komplex. Ähnliche Arten können andere Eigenschaften aufweisen.
- Naturschutz: In manchen Regionen stehen bestimmte Milchlingsarten auf der Roten Liste; achten Sie daher stets auf lokale Bestimmungen zum Sammeln von Pilzen.
- Sicherheit: Ein Pilz sollte nie nur aufgrund von Fotos verzehrt werden. Nutzen Sie bei Zweifeln die offiziellen Pilzkontrollstellen in Ihrer Schweizer Wohngemeinde.
Die besten weiterführenden Links
- Mohrenkopf-Milchling (Lactarius lignyotus) - Pilzwelten
- Pilzquiz & Expertenwissen - Pilzmesser.ch
- Verein für Pilzkunde Zürich (Archiv & Vorträge)
Vielleicht auch interessant
War das hilfreich?

