Molybdän: Ein vielseitiges Hochleistungsmetall und essenzielles Spurenelement

Molybdän (chemisches Symbol: Mo, Ordnungszahl: 42) ist ein silbergraues Übergangsmetall, das sich durch seine außergewöhnliche Hitzebeständigkeit und Festigkeit auszeichnet. In Deutschland und weltweit spielt es sowohl in der industriellen Fertigung als auch in der biologischen Funktion des menschlichen Körpers eine bedeutende Rolle.

Physikalische und chemische Eigenschaften

  • Schmelzpunkt: Mit ca. 2.623 °C gehört Molybdän zu den hochschmelzenden Metallen (Refraktärmetalle).
  • Dichte: 10,28 g/cm³ bei 20 °C.
  • Eigenschaften: Hohe thermische und elektrische Leitfähigkeit, exzellente Korrosionsbeständigkeit und hohe Festigkeit selbst unter extremen thermischen Bedingungen.
  • Etymologie: Der Name leitet sich vom griechischen Wort molybdos für "Blei" ab.

Industrielle Bedeutung und Anwendungen

In der deutschen Industrie wird Molybdän aufgrund seiner Robustheit geschätzt. Es wird in verschiedenen Formen wie Stangen, Blechen, Drähten oder als Zeichnungsteil gehandelt.

  • Hochtemperaturanwendungen: Einsatz in Röntgenanlagen und Röntgenröhren.
  • Automobilindustrie: Verwendung in Katalysatoren zur Abgasreinigung sowie in Motorbauteilen.
  • Legierungstechnik: Molybdän verbessert die Hitzebeständigkeit und Stabilität anderer Metalle, etwa bei der Legierung mit Wolfram, Rhenium oder Cobalt.
  • Halbzeuge: Verfügbar als Barren oder in hochspezialisierten Formen für anspruchsvolle Umgebungen.

Biologische Relevanz und Gesundheit

Im menschlichen Körper fungiert Molybdän als essenzielles Spurenelement. Es ist ein notwendiger Cofaktor für verschiedene Enzyme.

  • Funktion: Unterstützung der enzymatischen Prozesse, Regulation der Darmflora und Bedeutung für die Zahngesundheit (Hemmung kariesbildender Bakterien).
  • Zufuhr: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) definiert Schätzwerte für eine angemessene Zufuhr, die bereits bei sehr geringen Mengen beginnt.
  • Esoterischer Bereich: Neben der wissenschaftlichen Verwendung existieren Produkte wie "Autonomes Molybdän", die auf quantenphysikalischen Prinzipien (Protonenresonanz) basieren und als Nahrungsergänzung vermarktet werden.

Verfügbarkeit in Deutschland

In Deutschland gibt es spezialisierte Unternehmen, die Molybdän-Erzeugnisse in industrieller Qualität anbieten. Kunden können zwischen standardisierten Halbzeugen und kundenspezifischen Fertigteilen wählen, die durch hohe Reinheit und mechanische Belastbarkeit überzeugen.


  1. Molybdän: Eigenschaften und industrielle Anwendung (ewagener.de)
  2. Molybdän-Barren kaufen und technische Daten (tungsten.de)
  3. Molybdän im Mikronährstofflexikon (mitocare.de)
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Chem. Elemente
Molybdän (Mo / 42)
Molmasse 95.94 g mol-1
Elektronegativität / Pauling 2.2
Dichte bei 20° 10.2 g cm-3
Schmelzpunkt 2610 °C
Siedepunkt 5560 °C
Atomradius (Van der Waals) 0.139 nm
Ionenradius 0.068 nm (+4) 0.06 nm (+6)
Isotope k.A.
Standardpotential -0.2 V
Molybdän kommt in der Natur in Form von Molybdänsulfid und Molybdänblei vor. Es ist ein silbriges weisses, sehr hartes Übergangsmetall, aber weicher und verformbarer als Wolfram. Das Metall wurde häufig mit Graphit und Bleierz verwechselt. Molybdän hat ein hohes Elastizitätsmodul und nur Wolfram und Tantal, der häufig vorkommenden Metalle, haben höhere Schmelzpunkte. Molybdän ist ein wertvolles Legierungshilfsmittel, da es zur Härte und Bruchfestigkeit von Vergütungsstahl beiträgt. Es verbessert auch die Stärke des Stahls bei hohen Temperaturen.
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