Der Mondfleck (Phalera bucephala): Ein Meister der Tarnung
Der Mondfleck (wissenschaftlich: Phalera bucephala), auch bekannt als Mondvogel oder Lindenspinner, ist ein faszinierender Nachtfalter aus der Familie der Zahnspinner (Notodontidae). In der Schweiz ist die Art weit verbreitet und zählt zu den heimischen Insektenarten.
Biologie und Erkennungsmerkmale
- Falter: Der Falter erreicht eine Flügelspannweite von ca. 40 bis 60 mm. Seine Vorderflügel sind graubraun bis silbergrau und mit rötlichen Zeichnungen versehen. Das prägnanteste Merkmal ist ein heller, halbmondförmiger Fleck an der Flügelspitze. In Ruhestellung ähnelt der Falter optisch einem abgebrochenen Ast, was ihm eine hervorragende Tarnung bietet.
- Raupe: Die gesellig lebenden Raupen können bis zu 70 mm groß werden. Sie sind gelb-schwarz gegittert, besitzen orangegelbe Ringe zwischen den Segmenten und haben einen schwarzen Kopf.
- Lebensweise: Als nachtaktiver Falter verbringt er den Tag in der oben genannten Ast-Tarnung. Er ist in weiten Teilen Europas verbreitet.
Schadbild an Gehölzen
Der Mondfleck tritt gelegentlich als Schädling an verschiedenen Laubgehölzen auf, besonders an:
- Linden
- Eichen
- Weiden
- Birken
Das Schadbild beginnt meist durch einen Schabefraß der jungen, gesellig fressenden Raupen an der Blattunterseite, wobei sich die betroffenen Stellen braun verfärben. Später kann es zu einem Totalfraß der Blätter und sogar Kahlfraß an Zweigen und Trieben kommen.
Vorkommen in der Schweiz
Der Mondvogel ist Teil der entomologischen Vielfalt der Schweiz. Er ist regelmäßig in der Schweizer Natur und in Gärten anzutreffen. Aufgrund seiner weiten Verbreitung wird er in der Regel als nicht gefährdet eingestuft. In der Schweiz wird er in verschiedenen Datenbanken (wie beispielsweise bei insects.ch) als klassischer Vertreter der Zahnspinner geführt.
- Mondvogel (Phalera bucephala) – Naturspektrum
- Mondfleck - Diagnose-Datenbank für Gehölze (Arbofux)
- Zahnspinner (Notodontidae) – insects.ch
Vielleicht auch interessant
War das hilfreich?

