Pflanzenporträt: Die Moos-Nabelmiere (Moehringia muscosa)
Die Moos-Nabelmiere gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und ist eine faszinierende Pflanze, die vor allem in felsigen, alpinen Lebensräumen vorkommt.
Botanische Merkmale und Lebensweise
Die Moehringia muscosa ist eine Pflanze, die bevorzugt an Standorten wächst, die durch Feuchtigkeit und Gestein geprägt sind.
- Blütezeit: Die Blütezeit erstreckt sich in der Regel von Mai bis September.
- Lebensraum: Sie besiedelt bevorzugt subalpine, sickerfeuchte Steinschuttfluren sowie Felsspalten. Die Pflanze gilt als kalkstet, das heißt, sie benötigt kalkhaltige Böden.
- Verbreitung: In Deutschland ist die Moos-Nabelmiere besonders in den bayerischen Alpen häufig anzutreffen. In tiefer gelegenen Regionen oder im württembergischen Vorland kommt sie hingegen nur selten vor.
- Ökologische Bedeutung: Sie dient unter anderem als Raupenfutterpflanze für verschiedene Insektenarten.
Abgrenzung zu anderen Arten
Es ist wichtig, die Moos-Nabelmiere von anderen Arten der Gattung Moehringia zu unterscheiden. Ein häufig genannter Verwandter ist die Dreinervige Nabelmiere (Moehringia trinervia). Während die Moos-Nabelmiere eine typische Fels- und Alpenpflanze ist, findet man die Dreinervige Nabelmiere eher in Waldgebieten. Sie ist deutlich verbreiteter und zählt beispielsweise in Baden-Württemberg zu den häufigen Pflanzenarten.
Zusammenfassung der Eigenschaften
| Eigenschaft | Details |
| Wissenschaftlicher Name | Moehringia muscosa |
| Familie | Nelkengewächse (Caryophyllaceae) |
| Hauptblütezeit | Mai bis September |
| Bevorzugter Standort | Kalkhaltige Felsspalten & Steinschutt |
| Vorkommen (DE) | Häufig in den bayerischen Alpen |
- Moehringia spec. - Nabelmiere-Arten - Herbarium von Ingrid – Detaillierte botanische Einordnung und Standortbeschreibungen für den deutschsprachigen Raum.
- Flora Emslandia: Dreinervige Nabelmiere – Ausführliche Informationen zur verwandten Art, ideal zum Vergleich der Merkmale.
- Weiße Blütenpracht Italiens – Bietet hilfreiche Kontexte zu den verschiedenen Nabelmiere-Unterarten im Alpenraum und den angrenzenden Regionen.
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