Nadelhorn Berg

Das Nadelhorn – Der markante Viertausender im Walliser Nadelgrat

Lage und Geografie

Das Nadelhorn (4.327 m ü. M.) ist der höchste Gipfel des Nadelgrats in den Walliser Alpen im Kanton Wallis, Schweiz. Es liegt zwischen Saas-Fee im Saastal und Grächen im Mattertal. Der Berg bildet zusammen mit der Lenzspitze das Scharnier zwischen der Mischabel-Gruppe und dem eigentlichen Nadelgrat. Er wird von drei imposanten Gletschern eingerahmt: dem Hohbalmgletscher, dem Hobärggletscher und dem mächtigen Riedgletscher, der sich Richtung Grächen erstreckt.

Der Name „Nadelhorn“ leitet sich von einer markanten, etwa 10 Meter nordwestlich des Gipfels liegenden Felsspalte ab. Diese bildet ein ovales Loch im Fels – das sogenannte Nadelloch oder „Nadelöhr“ –, das besonders vom Festijoch und vom Südwestgrat des Ulrichshorns gut sichtbar ist.

Charakter und Routen

Das Nadelhorn gilt als einer der schönsten und abwechslungsreichsten Viertausender der Region. Es besteht aus drei Wänden und drei Graten und bietet sowohl für Bergsteiger als auch für Skitourengänger attraktive Möglichkeiten.

Normalroute (Nordostgrat):

  • Ausgangspunkt ist meist die Mischabelhütte (2.340 m), die von Saas-Fee oder von der Hannigalp bei Grächen erreicht werden kann.
  • Der Weg führt über den Hohbalmgletscher zum Windjoch (3.106 m) und von dort über den langen, zunächst schneebedeckten Nordostgrat zum felsigen Gipfel.
  • Schwierigkeit: WS (wenig schwierig) nach SAC-Skala. Die Tour erfordert gute Kondition und sicheres Gehen auf Gletscher und Grat.
  • Im Sommer ist die Route relativ beliebt, da sie als klassische Mischabel-Tour mit dem Ulrichshorn kombiniert werden kann.

Weitere Highlights:

  • Die Überschreitung Lenzspitze – Nadelhorn bietet eine der schönsten mittelschweren Grat-Klettereien der Walliser Alpen (meist im III. Grad).
  • Im Frühling ist die Abfahrt vom Windjoch über den Hohbalmgletscher ein beliebtes Skitourenziel (Skier müssen jedoch meist auf dem Ulrichshorn deponiert werden).

Erstbesteigung

Das Nadelhorn gehört zu den wenigen Walliser Viertausendern, die von Einheimischen zuerst bestiegen wurden. Die Erstbesteigung gelang 1858 den Saasern Franz Andenmatten, Baptiste Epiney, Aloys Supersaxo und dem Bergführer J. Zimmermann aus Zermatt.

Bedeutung und Beliebtheit

Obwohl das Nadelhorn mit 4.327 Metern ein stattlicher Berg ist, wirkt er im Vergleich zu den bekannteren Gipfeln wie dem Matterhorn oder dem Weisshorn eher zurückgezogen. Für Einheimische aus dem Saastal und dem Mattertal sowie für viele Freiburger Bergvereine hat er jedoch eine grosse Bedeutung. Die Mischabelhütte als Stützpunkt macht den Berg besonders zugänglich und beliebt.


  1. Nadelhorn via Nordostgrat – Sehr guter Tourenbericht und Detailinfos zur Normalroute von Bergführer Philipp Schmidt
  2. Nadelhorn – Spitzen-Schwimmen – Umfassende Bergbeschreibung mit interessanten Hintergründen und Namensherkunft
  3. SAC Saas – Nadelhorn Tourenbericht – Authentischer Bericht mit Bildern von der Mischabelhütte aus dem Wallis

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Nadelhorn (4'327 m)
Das Nadelhorn liegt in den Walliser Alpen und hat eine Höhe von 4327 m ü. M. Es gehört zur Mischabelgruppe, nach der Monte-Rosa-Gruppe das zweithöchste Gebirgsmassiv der Schweiz. Die drei Grate des Nadelhorns enden in einem kleinen und spitzen Gipfel, der nur für wenige Bergsteiger gleichzeitig Platz bietet. Das Nadelhorn ist der Gipfel der Mischabel, der am ehesten (bei Blick von Norden) den Namen Nadel verdient. Der Name kommt jedoch wohl von einem ovalen Loch, Nadelloch , das beim Aufstieg zum Dom vom Festijoch aus gut sichtbar ist. Es befindet sich rund 10 Meter nordwestlich des höchsten Punktes.
Nadelhorn
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Quelle: Wikipedia