Porträt des Nadelwald-Flechtenbärchens (Eilema depressa)

Das Nadelwald-Flechtenbärchen (Eilema depressa), auch als Esper-Flechtenbärchen bekannt, ist ein Nachtfalter aus der Familie der Bärenspinner (Erebidae). Obwohl sein Name eine strikte Bindung an Nadelwälder suggeriert, zeichnet sich die Art durch eine ökologische Flexibilität aus.

Steckbrief und Merkmale

  • Wissenschaftlicher Name: Eilema depressa (Esper, 1787)
  • Familie: Erebidae (Trägspinner und Bärenspinner)
  • Aussehen: Die Falter besitzen eine charakteristische ockergelbe bis bräunliche Grundfärbung. Die Flügelform ist relativ schmal und flach, was typisch für die Gattung Eilema ist.
  • Lebensraum: Wie der Name andeutet, findet man den Falter häufig in Nadel- und Mischwäldern. Die Raupen ernähren sich spezialisiert von Algen und Flechten, die an Baumstämmen oder auf Steinen wachsen.

Verbreitung und Vorkommen

Das Nadelwald-Flechtenbärchen ist in weiten Teilen Europas verbreitet. In der Schweiz und im angrenzenden süddeutschen Raum (wie beispielsweise im Schwarzwald-Baar-Kreis, der geographisch nahe an der Schweizer Grenze liegt) sind die Bestände weit verbreitet und die Art gilt vielerorts als ungefährdet. Die Falter sind nachtaktiv, können jedoch gelegentlich auch am Tag gestört werden oder durch künstliche Lichtquellen angelockt werden.

Ökologische Bedeutung

Die Art ist ein wichtiger Indikator für die Gesundheit von Flechtenbeständen in bewaldeten Gebieten. Da sich die Raupen von den auf Baumrinden wachsenden Flechten ernähren, ist ein intaktes Mikroklima in den Wäldern eine Grundvoraussetzung für ihr Überleben. Im Gegensatz zu hochspezialisierten Arten gilt Eilema depressa als relativ anpassungsfähig, was seinen stabilen Status in vielen Regionen erklärt.

Beobachtungstipps

  • Zeitraum: Die Flugzeit erstreckt sich meist über die Sommermonate (Juni bis August).
  • Standorte: Achten Sie in Nadelwaldgebieten der Schweiz auf alte Bäume mit Flechtenbewuchs – hier finden sich oft die Larvalhabitate.
  • Lichtfang: Da es sich um einen Nachtfalter handelt, kann die Art mittels UV-Lichtfallen in geeigneten Waldgebieten angelockt werden.

  1. Eilema depressa (Esper, 1787) Nadelwald-Flechtenbärchen – Alexander Ohr
  2. Nadelwald-Flechtenbärchen – Schmetterlinge in Sachsen (Informationen zu Biologie & Ökologie)
  3. Auf der Suche nach dem Schmetterling – Tagaktive Falter im Schwarzwald-Baar-Kreis (Beobachtungsdaten)

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Nadelwald-Flechtenbärchen
Eilema depressa hat auch ein Synonym, Eilema deplana. Gehört in die Familie der Bärenspinner (Arctiidae). Wird auch Nadelwald-Gelbsaumflechtenbär genannt.. Merkmale: Kommen in ganz Europa vor, bevorzugen Nadelwälder. Foto: 1, Männchen, 22.7.06, Goldachtobel bei St. Gallen, CH, ca. 680 m; Foto 2: CH, SG, St. Gallen, 15.8.2009; Foto 3: CH, St. Gallen, 8.7.2010.
Nadelwald-Flechtenbärchen
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Quelle: insects.ch