Die Nase (Chondrostoma nasus): Ein Fischporträt

Die Nase, wissenschaftlich als Chondrostoma nasus bekannt, ist ein charakteristischer Fisch der Schweizer Fliessgewässer. Sie gehört zur Familie der Weissfische und zur Ordnung der karpfenartigen Fische.

Biologie und Lebensweise

  • Aussehen: Ihren Namen verdankt die Nase ihrer markanten, rüsselartigen Schnauze.
  • Ernährung: Sie ist ein spezialisierter Ernährer und frisst hauptsächlich Kieselalgen, die sie mit ihrem unterständigen Maul von Steinen am Gewässergrund abweidet.
  • Verhalten: In der Schweiz waren diese Fische historisch in grossen Schwärmen vertreten. Man berichtet sogar, dass sie früher aufgrund ihrer Häufigkeit zur Felddüngung verwendet wurden. Während der Laichzeit zwischen März und Mai färbten sich Flüsse wie die Thur regelrecht schwarz vor lauter Nasen.

Status in der Schweiz

Die Nase gilt heute in der Schweiz als gefährdet. Ein Hauptgrund hierfür ist, dass sie als Wanderfisch auf durchgängige Gewässer angewiesen ist. Durch menschliche Eingriffe und Barrieren in Fliessgewässern können viele dieser Fischpopulationen ihre natürlichen Wanderrouten nicht mehr bewältigen, was ihren Bestand stark dezimiert hat.

Abgrenzung

Im allgemeinen Sprachgebrauch tritt der Begriff „Nase“ in sehr unterschiedlichen Kontexten auf, die nichts mit dem Fisch zu tun haben:

  • Hygiene/Technik: Nasenhaartrimmer zur Körperpflege.
  • Medizin: Funktionsdiagnostik und HNO-Untersuchungen.
  • Kulinarik/Frische: Die Nase als Redewendung bei der Qualitätsprüfung von Speisefischen (Geruchstest).
  • Redewendungen: „Sich an der eigenen Nase nehmen“ (im sportlichen Kontext) oder „Immer der Nase nach“.

Beste Quellen zum Thema

  1. Die Nase: ein Fisch mit Charakter (lebendigethur.ch) – Detaillierte Informationen zur Biologie und zum Schutzstatus der Nase in Schweizer Gewässern.
  2. Die Augen verraten es! Worauf man beim Kauf von frischem Fisch achten sollte (bianchi.ch) – Tipps zur Frischeprüfung, bei der auch der Geruchssinn (die Nase) eine entscheidende Rolle spielt.
  3. Die Saiga: Antilope mit grosser Nase (tierwelt.ch) – Ein interessanter Vergleich zwischen der Biologie von Tieren mit speziellen Nasenmerkmalen.

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Nase
Langgestreckter, spindelförmiger Körper; kegelförmiger Kopf mit typischem unterständigem Maul. Ober- und Unterlippe scharfkantig hart, einreihige messerförmige Schlundzähne. Grosse Schuppen, 57 bis 62 längs der Seitenlinie. Rücken graugrünlich, hell, Flanken vor allem bauchseitig aufgehellt, Schuppen im Zentrum dunkler, Bauch weisslich. Alle Flossen mit rotem Ton, besonders im Ansatz. Charakteristisch ist das schwarze Bauchfell und der lange Darm. Mittellänge 35 bis 45 cm, maximal bis 60 cm lang.
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Quelle: vol.be.ch