Nina Simone: Die Hohepriesterin des Soul und ihre politische Stimme

Nina Simone (eigentlich Eunice Kathleen Waymon) war eine prägende Pianistin, Sängerin und Komponistin des 20. Jahrhunderts. Ursprünglich der klassischen Musik verschrieben, begann sie ihre Karriere in Bars, um ihr Studium zu finanzieren – ein Zufall, der sie zur Weltkarriere als "Hohepriesterin des Soul" führte.

Musikalische und politische Bedeutung

Nina Simone nutzte ihre Kunst als kraftvolles Werkzeug des Protests. Sie sah ihre Musik nicht nur als Unterhaltung, sondern als Medium, um gegen Rassismus und die Unterdrückung schwarzer Frauen anzukämpfen.

  • Politisches Engagement: Das Jahr 1970 markiert für Simone einen Wendepunkt in ihrem politischen Wirken. Lieder wie «Mississippi Goddam» oder «Four Women» zeugen von ihrer Wut über soziale Ungerechtigkeiten.
  • Afroamerikanischer Stolz: Mit Hymnen wie «To be Young, Gifted and Black» gab sie der Bürgerrechtsbewegung eine starke, identitätsstiftende Stimme.
  • Berühmte Werke: Zu ihrem bleibenden Erbe gehören Klassiker wie «Feeling Good», «I Put A Spell On You», «My Baby Just Cares For You» und «I Loves You, Porgy».

Nina Simone in der Schweiz

Das Werk und die Person Nina Simone werden in der Schweiz bis heute intensiv gewürdigt und durch künstlerische Hommagen lebendig gehalten:

  • Bühnen-Hommagen: Künstler wie Christina Jaccard, David Ruosch, Graziella Rossi und Helmut Vogel widmen sich in Form von biographischen Musik-Theaterstücken (etwa in der ESSE Musicbar Winterthur oder der Theater Bachturnhalle) dem dramatischen Leben Simones.
  • Jazz-Rezeption: Schweizer Jazzgrößen wie Sandy Patton (die über 30 Jahre in der Schweiz wirkte) beziehen sich in ihren Tribut-Konzerten explizit auf den musikalischen Kampf Nina Simones für Freiheit und Bürgerrechte.
  • Verfügbarkeit: Schweizer Fachhändler (wie db records corner oder co-mix) führen ein breites Sortiment an Vinyl-Remasters und Live-Aufnahmen, was die anhaltende Bedeutung ihres Werks für das hiesige Publikum unterstreicht.

  1. «Four women» von Nina Simone – Zeitlupe
  2. Hommage an Nina Simone – Theater Bachturnhalle
  3. NINA SIMONE – HOHEPRIESTERIN DES SOUL – ESSE Musicbar Winterthur

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Personen
Nina Simone
Eunice Kathleen Waymon, wie sie mit richtigem Namen hiess, war eine in der Bürgerrechtsbewegung aktive US-amerikanische Sängerin und Pianistin (u. a. "Young, Gifted and Black", "Mississippi Goddam" 1963), die mit ihrem berühmtesten Song "My Baby Just Cares for Me" (1958) in den 1980er-Jahren durch eine Parfumwerbung weltweit in den Charts landete. Sie wurde am 21. Februar 1933 in Tryon, North Carolina in den Vereinigten Staaten geboren und starb am 21. April 2003 mit 70 Jahren in Carry-le-Rouet in Frankreich. Dieses Jahr hätte sie ihren 86. Geburtstag gefeiert.
Nina Simone
Quelle: geboren.am