Übersicht: „Nomina Domini“ im Schweizer Kontext

Der Begriff „Nomina Domini“ (lateinisch für „Namen des Herrn“) findet in der Schweiz in verschiedenen kulturellen und produktiven Zusammenhängen Verwendung. Die nachfolgende Übersicht beleuchtet die unterschiedlichen Bereiche:

1. Filmproduktion (4-films.ch)

Unter dem Titel „Nomina Domini – Im Namen des Herrn“ existiert ein Spielfilmprojekt, bei dem die Zürcher Firma 4-films (Meret Wirz Burger) die Produktionsleitung übernommen hat. Das Projekt wurde im Rahmen der Ausbildung an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) realisiert.

2. Historische und philologische Bedeutung

  • Lateinische Fachsprache: Der Begriff erscheint in der mittelalterlichen Handschriftenkultur, etwa im Liber Floridus von Lambert von Saint-Omer. Hier finden sich Verzeichnisse wie Nomina regum (Namen der Könige) oder Nomina Romanorum pontificum (Namen der römischen Päpste).
  • SSRQ-Dokumentation: In der Schweizerischen Rechtsquellenstiftung (SSRQ) werden unter dem Begriff Nomina Sacra die konventionellen Abkürzungen für heilige Namen in historischen Dokumenten (z. B. „Dominus“, „Jesus Christus“) systematisch erfasst.

3. Sprachliche Verwendung

  • Latein-Deklination: Das Wort „nomina“ fungiert in der lateinischen Grammatik als Plural von nomen (Name). Es wird in Schweizer Lehrmitteln häufig als Beispiel für die 3. Deklination verwendet.
  • Kirchliche Verwaltung: In der Schweiz (speziell im Tessin, z. B. Confraternita del Santissimo Sacramento in Morcote) wird das Verb nominare bzw. das Substantiv nomina im Sinne von offiziellen Ernennungen (z. B. „nomina del Priore“) in Statuten verwendet, die oft mit kirchlichen Festtagen wie Corpus Domini verknüpft sind.

4. Spielewelt

Der Name Anno Domini (eng verwandt mit der Bedeutung von Nomina Domini) ist ein bekanntes Kartenspiel des Schweizer Autors Urs Hostettler, das international erfolgreich ist und die Schweizer Präsenz in der globalen Spielewelt unterstreicht.


  1. Portfolio von 4-films (Spielfilm Nomina Domini)
  2. SSRQ-Dokumentation: Nomina Sacra und Transkriptionsregeln
  3. Lambert Liber Floridus – Historische Quellen (Enzyklopädie.ch)

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