Oberer Grindelwaldgletscher – Ein Schweizer Gletscher im Wandel der Zeit

Einleitung

Der Obere Grindelwaldgletscher liegt im Berner Oberland in der Schweiz und zählt zu den bekanntesten Gletschern der Region. Er ist Teil des Massivs zwischen Schreckhorn und Fiescherhorn und wird seit Jahrhunderten künstlerisch und wissenschaftlich dokumentiert.

Historische Entwicklung

Historische Darstellungen, etwa von Caspar Wolf (1735–1783), zeigen den benachbarten Unteren Grindelwaldgletscher in seiner ursprünglichen Ausdehnung. Auch der Obere Grindelwaldgletscher war einst deutlich größer. Vergleichsbilder aus dem Gletscherarchiv belegen den dramatischen Rückgang: Von 1904 bis 2023, von 1908 bis 2023 und von 1938 bis 2023 zeigen Fotopaare den massiven Schwund des Eises. Besonders auffällig ist, dass vom Oberen Grindelwaldgletscher unter dem Berglistock noch ein größeres Eisfeld übrig geblieben ist, während der Untere Grindelwaldgletscher stark geschrumpft ist.

Wissenschaftliche Bedeutung

Ein Fachbuch mit dem Titel Die Grindelwaldgletscher (Ex Libris) vereint Expertenwissen und reichhaltiges Bildmaterial, das die Veränderungen der beiden Grindelwaldgletscher anschaulich dokumentiert. Die beiden Gletscher gelten als exemplarische Beispiele für den Klimawandel in den Alpen.

Tourismus und Wandern

Beliebte Wanderungen führen vom Parkplatz beim Hotel Wetterhorn zum Oberen Grindelwaldgletscher (ca. 1 350 m). Viele Besucher kombinieren die Tour mit einem Abstecher zum Unteren Grindelwaldgletscher oder zur Gletscherschlucht. Alternativ kann man mit der Pfingstegg-Bahn auf 1 392 m fahren und von dort weiter wandern. Die Routen bieten atemberaubende Ausblicke auf das Schreckhorn und das Lauteraarhorn (4 012 m).

Aktueller Zustand

Trotz des Rückgangs ist der Obere Grindelwaldgletscher noch als beeindruckendes Eisfeld sichtbar. Wissenschaftliche Vergleiche zeigen jedoch, dass die Eismassen seit dem frühen 20. Jahrhundert kontinuierlich abnehmen – ein deutliches Zeichen des Klimawandels in der Schweiz.

  1. Neue Vergleiche 2023 – Gletscherarchiv – Historische und aktuelle Fotos des Oberen und Unteren Grindelwaldgletschers.
  2. Die Grindelwaldgletscher – Buch bei Ex Libris – Fachbuch mit Expertenbeiträgen und umfangreichem Bildmaterial.
  3. Alpiglen – Gletscherschlucht – Grindelwald (geotrekking.de) – Wanderbericht und Eindrücke aus der Region.

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Oberer Grindelwaldgletscher
Der Obere Grindelwaldgletscher entsteht aus einem ausgedehnten Firnfeld, das im Süden vom Schreckhorn, im Osten vom Berglistock und im Norden vom Wetterhorn begrenzt ist. Gegen Nordosten hat der Gletscher über den firnbedeckten Übergang der Rosenegg (3470 m ü. M.) Verbindung mit dem Rosenlauigletscher und dem Gauligletscher; im Südosten ist er durch den Lauteraarsattel (3125 m ü. M.) vom System des Unteraargletschers getrennt. Im tief eingesenkten Tal zwischen dem Mättenberg (3104 m ü. M.) im Südwesten und dem Wetterhorn im Nordosten fliesst der Obere Grindelwaldgletscher als 200 bis 500 m breiter Eisstrom mit starkem Gefälle nach Nordwesten.
oberer Grindelwald Gletscher
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Quelle: Wikipedia