Der Old Fashioned: Eine zeitlose Ikone der Barkultur
Der Old Fashioned gilt als einer der ältesten und puristischsten Cocktails der Welt. Sein Name ist Programm: Er bedeutet übersetzt „nach alter Art“ und erinnert an eine Zeit, in der Cocktails noch nach einem einfachen Prinzip gemixt wurden. Auch in der Schweiz hat sich der Drink fest etabliert, was sich unter anderem durch den jährlich im November stattfindenden „Old Fashioned Month“ zeigt.
Herkunft und Charakter
Der Ursprung des Cocktails wird häufig einem Barkeeper aus Louisville zugeschrieben. Historisch gesehen entstand der Name aus der Gewohnheit der Gäste, „the old-fashioned way“ zu bestellen, wenn sie einen Drink nach dem ursprünglichen Rezept wünschten. Da der Cocktail zu etwa 80 Prozent aus Spirituose besteht, ist die Qualität der Zutaten entscheidend – minderwertige Spirituosen lassen sich in diesem Drink nicht verstecken.
Der Old Fashioned in der Schweiz
Der Klassiker ist in der Schweizer Barszene sehr präsent. Ob in Zürich, Basel oder Bern – hochwertige Bars bieten eigene Interpretationen an. Während der klassische Drink auf Bourbon oder Rye Whiskey basiert, gibt es in der Schweiz spannende lokale Ansätze:
- Swiss Twist: Schweizer Bartender und Hobby-Mixologen experimentieren zunehmend mit heimischen Single Malt Whiskys.
- Alternative Süssung: Statt des klassischen Würfelzuckers wird oft regionaler Honig oder „Birnel“ (Birnendicksaft) verwendet, um dem Drink eine besondere Note zu verleihen.
- Events: Im November findet regelmässig der „Old Fashioned Month“ statt. Dabei kooperieren renommierte Schweizer Betriebe (wie beispielsweise der Tipsy Tiger Dry Club in Zürich oder die Fischerstube in Zug) mit Marken wie Woodford Reserve, um den Klassiker zu feiern und neu zu interpretieren.
Tipps für die Zubereitung zu Hause
Ein guter Old Fashioned ist fast schon eine meditative Angelegenheit. Für den perfekten Drink benötigt man:
- Die Basis: Hochwertiger Bourbon, Rye oder ein exzellenter Schweizer Single Malt.
- Das Süssungsmittel: Ein Stück Zucker (oder Sirup/Honig).
- Die Würze: Hochwertige Bitters (z. B. Angostura oder spezialisierte Old Fashioned Bitters).
- Das Eis: Ein grosser, klarer Eiswürfel hält den Drink lange kühl, ohne ihn zu schnell zu verwässern.
Ob mit einem modernen „Pine“-Twist (Nadelbaum-Aromen) oder in der traditionellen Variante: Die Balance zwischen den Komponenten ist der Schlüssel zum Erfolg.
Die besten 3 Links zum Thema
- Old Fashioned, der Klassiker - Drinks & Style – Ein hervorragender Überblick über Geschichte und Qualität der Zutaten.
- Old Fashioned sälber mache - Lezzgo – Praktische Tipps und Schweizer Ideen für die Zubereitung in der eigenen Bar zu Hause.
- November ist Old Fashioned Month - Fischerstube – Informationen zum jährlich stattfindenden Event und kreativen Varianten wie dem „Maple“ oder „Szechuan Smoke“ Old Fashioned.
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