Steckbrief: Die Gestreifte Luchsspinne (Oxyopes cf. lineatus)
Die Gattung Oxyopes gehört zur Familie der Luchsspinnen (Oxyopidae). Die Art Oxyopes lineatus (Gestreifte Luchsspinne) zeichnet sich durch ihre aktive Jagdweise aus, bei der sie – ähnlich wie ein Luchs – ihre Beute belauert und durch schnelle Sprünge überwältigt.
Biologische Merkmale
- Aussehen: Die Färbung ist typischerweise gelblich bis hellbraun, ergänzt durch ein charakteristisches weißes Muster.
- Merkmale (Männchen): Der Pedipalpus weist ventral einen ± vorstehenden Tibialfortsatz sowie einen lateralen Tibialfortsatz auf.
- Merkmale (Weibchen): Die Epigyne besitzt einen markanten, nach hinten ragenden, scapusartigen Fortsatz.
- Systematik: Der Zusatz „cf.“ (lat. confer = vergleiche) in Oxyopes cf. lineatus deutet darauf hin, dass eine Bestimmung nicht zu 100 % gesichert ist oder ein Vergleich mit der Nominatform vorliegt, um die Artzugehörigkeit zu verifizieren.
Vorkommen und Bedeutung in der Schweiz
Die Gestreifte Luchsspinne gilt in Mitteleuropa als eher seltene Erscheinung. Im Rahmen des „Tags der Natur 2024“ in den Merian Gärten (Basel) wurde die Art als besonderer Fund registriert. Dies ist bemerkenswert, da sie für das Gebiet einen Erstnachweis darstellte, was die ökologische Bedeutung und die zunehmende Biodiversitätserfassung in Schweizer Gartenanlagen unterstreicht.
Lebensweise
Luchsspinnen bauen keine Fangnetze. Sie sind tagaktive Jäger, die in der Vegetation auf ihre Beute lauern. Durch ihre gute Sehfähigkeit und ihre muskulösen Beine sind sie in der Lage, Beutetiere im Sprung zu erlegen.
- araneae – Oxyopes lineatus (Artsteckbrief) – Detaillierte taxonomische Informationen und Bestimmungsmerkmale vom Naturhistorischen Museum der Burgergemeinde Bern.
- Merian Gärten – Tag der Natur 2024 – Bericht über den Erstfund der Gestreiften Luchsspinne in den Merian Gärten.
- World Spider Catalog (WSC) – Die zentrale wissenschaftliche Datenbank zur weltweiten Taxonomie und Nomenklatur von Spinnen.
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