Porträt des Johannisbeerwicklers (Pandemis cerasana)

Der Johannisbeerwickler (Pandemis cerasana), auch als Kirschfruchtwickler bekannt, gehört zur Familie der Wickler (Tortricidae). Er ist ein weit verbreiteter Kleinschmetterling, der aufgrund seines Nahrungsspektrums sowohl im Gartenbau als auch in der Forstwirtschaft von Bedeutung ist.

Steckbrief und Merkmale

  • Systematik: Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera), Überfamilie: Tortricoidea, Familie: Wickler (Tortricidae).
  • Erscheinungsbild: Der Falter zeichnet sich durch seine charakteristische Wickler-Gestalt aus. In Ruhestellung sind die Vorderflügel glockenförmig angeordnet.
  • Vorkommen: Die Art ist in Europa weit verbreitet. In der Schweiz wurde das Vorkommen unter anderem im Tessin (z. B. Sessa) dokumentiert.
  • Lebensweise: Die Falter sind dämmerungs- und nachtaktiv und lassen sich durch Lichtquellen (Lichtfang) anlocken.

Ökologische und wirtschaftliche Bedeutung

  • Nahrungspflanzen: Der Name „Johannisbeerwickler“ deutet auf die Bevorzugung von Johannisbeeren hin, jedoch ist das Spektrum der Wirtspflanzen breit. Er befällt diverse Laubgehölze, Obstbäume und Sträucher.
  • Landwirtschaft: In der Fachwelt wird die Art häufig im Kontext des Pflanzenschutzes und der Pheromonüberwachung genannt. Zusammen mit anderen Arten wie Pandemis heparana spielt er eine Rolle als Schädling im Obstbau, weshalb gezielte Pheromon-Lockstoffe zur Überwachung des Befallsdrucks eingesetzt werden.

Verbreitung in der Schweiz

Die Art ist in der gesamten Schweiz anzutreffen. Belege aus wissenschaftlichen Datenbanken für Schmetterlingsvorkommen (wie z. B. pieris.ch) bestätigen die Präsenz der Art auch in südlichen Landesteilen wie dem Tessin. Sie ist ein fester Bestandteil der einheimischen Lepidoptera-Fauna und tritt regelmäßig bei Lichtfängen in verschiedenen Höhenlagen auf.


Empfohlene Web-Ressourcen

  1. Pandemis cerasana (Hübner, 1786) – Alexanders Schmetterlinge
  2. Schmetterlinge der Schweiz – pieris.ch (Datenbank Sessa/Tessin)
  3. Temmen GmbH – Informationen zu Pheromonen und Schädlingsmanagement

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