Porträt: Der Weingarten-Laufwolf (Pardosa hortensis)
Der Weingarten-Laufwolf (Pardosa hortensis) gehört zur Familie der Wolfspinnen (Lycosidae). Wie alle Vertreter der Gattung Pardosa handelt es sich um flinke, bodenbewohnende Jäger, die keine Fangnetze bauen, sondern ihre Beute aktiv verfolgen.
Steckbrief und Merkmale
- Wissenschaftlicher Name: Pardosa hortensis (Thorell, 1872)
- Familie: Lycosidae (Wolfspinnen)
- Lebensweise: Laufjäger. Sie nutzen ihre Spinnfähigkeit ausschließlich zum Bau ihrer Eikokons, die sie, wie für Wolfspinnen typisch, an ihren Spinnwarzen befestigt mit sich tragen.
- Erscheinungsbild: Kleine bis mittelgroße Spinne, meist in braunen Farbtönen gehalten, was ihr eine ausgezeichnete Tarnung auf dem Erdboden ermöglicht.
Vorkommen und Bedeutung
Pardosa hortensis ist in Europa weit verbreitet. Die Art ist auch in der Schweiz anzutreffen. Belege aus Schweizer Feldbeobachtungen zeigen, dass sie unter anderem in vielfältigen Habitaten vorkommt, beispielsweise in Regionen, die auch für Reptilien wie Vipern von Bedeutung sind. Sie gilt zudem als eine Art, die bereits früh im Jahr, direkt nach dem Winter, aktiv beobachtet werden kann.
Ökologische Rolle
Die Gattung Pardosa ist ein wichtiger Bestandteil der Bodenfauna. Da diese Spinnen keine Netze bauen, sondern als aktive Jäger am Boden unterwegs sind, tragen sie maßgeblich zur Kontrolle von kleinen Bodeninsekten bei. In der arachnologischen Fachwelt werden sie oft im Kontext von Monitoring-Aktionen (wie z. B. der "Spinne des Monats") thematisiert, um die Vielfalt der Laufwölfe bekannter zu machen.
Empfohlene Links zu Pardosa hortensis und verwandten Arten
- Spinnen in Bayern: Pardosa hortensis (Arten-Profil)
- Pollichia: Informationen zur Gattung Pardosa (Laufwölfe)
- Versoix Région: Beobachtungen von Pardosa hortensis in der Schweiz
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