Parrotspitze Berg

Die Parrotspitze – Ein vergessener Viertausender im Monte-Rosa-Massiv

Die Parrotspitze (italienisch: Punta Parrot) ist mit 4.432 Metern einer der schönsten und formschönsten Viertausender der Schweiz. Sie liegt im Herzen des Monte-Rosa-Massivs an der Grenze zwischen dem Kanton Wallis und der italienischen Region Piemont. Obwohl sie etwas niedriger als die berühmten Nachbargipfel Dufourspitze und Liskamm ist, besticht sie durch ihre markante pyramidenförmige Erscheinung und ihre zentrale Lage im Monte-Rosa-Stock.

Lage und Geografie

Die Parrotspitze erhebt sich südöstlich von Zermatt und südwestlich von Macugnaga direkt auf dem Grenzkamm. Sie ist umgeben von prominenten Nachbarn:

  • Im Norden: Dufourspitze (4.634 m) und Dunantspitze (4.631 m)
  • Im Südosten: Signalkuppe / Punta Gnifetti (4.554 m)
  • Im Südwesten: Ludwigshöhe (4.341 m)
  • Im Westen: Liskamm (4.532 m)

Von Westen und Osten erscheint der Berg als perfekte Pyramide, von Norden her wirkt er eher als breiter Buckel. Besonders beeindruckend ist die steile Nordwand, die sich vom Grenzgletscher imposant erhebt.

Namensherkunft

Der Gipfel wurde vom österreichischen General und Topografen Ludwig Freiherr von Welden benannt. Er wollte damit dem deutschen Arzt, Naturwissenschaftler und Alpinismus-Pionier Johann Jakob Friedrich Wilhelm Parrot (1795–1841) ein Denkmal setzen. Parrot wurde vor allem durch die Erstbesteigung des Großen Ararat (5.137 m) im Jahr 1829 bekannt – den Berg, auf dem nach biblischer Überlieferung die Arche Noah nach der Sintflut landete.

Interessanterweise gibt es eine „Doppelgängerin“: Eine zweite Parrotspitze (Parrot Dağı) in der Türkei in der Nähe des Ararat.

Erstbesteigung

Die erste erfolgreiche Besteigung der Parrotspitze gelang am 16. August 1863 durch die Briten Hereford Brooke George, George und Adolphus Warburton Moore zusammen mit den berühmten Zermatter Bergführern Christian Almer und Matthias Zumtaugwald. Ein früherer Versuch über die Ostwand war kurz unter dem Gipfel gescheitert.

Bedeutung als Tourenberg

Heute ist die Parrotspitze ein beliebter Gipfel im Rahmen der klassischen „Spaghetti-Runde“ oder „Monte-Rosa-Tour“. Sie wird meist im Rahmen einer Mehrtagestour zusammen mit folgenden Gipfeln bestiegen:

  • Ludwigshöhe (4.341 m)
  • Schwarzhorn / Corno Nero (4.321 m)
  • Balmenhorn (4.167 m)
  • Signalkuppe (4.554 m) mit der Margherita-Hütte (höchste Hütte der Alpen)

Die Normalroute führt meist von der Capanna Margherita oder der Mantova-Hütte über den Südostgrat. Die Schwierigkeit liegt je nach Verhältnissen zwischen PD+ und AD, weshalb gute Hochtourenerfahrung und sicheres Gehen mit Steigeisen sowie Spaltenkenntnisse Voraussetzung sind.

Die Parrotspitze gilt als einer der lohnendsten und formschönsten Gipfel des Monte-Rosa-Massivs und bietet bei gutem Wetter ein grandioses Panorama auf die gesamte Walliser und piemontesische Viertausender-Landschaft.


Beste 3 Links:

  1. Parrotspitze – Offizielle Seite Zermatt – Umfassende Informationen direkt aus Zermatt
  2. Parrotspitze 4432 m – Alpineg – Schöne Tourenberichte und Bilder
  3. Spaghetti-Runde – Bergpeer – Detaillierte Beschreibung der beliebten Mehrtagestour inklusive Parrotspitze

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Die Parrotspitze ist ein 4432 m ü. M. hoher Nebengipfel der Dufourspitze in den Alpen. Sie steht im Monte-Rosa-Massiv auf der Grenze zwischen Italien und der Schweiz. Talorte sind Zermatt auf der nordwestlichen Seite des Berges und Alagna in der Provinz Vercelli auf der italienischen Seite.
Parrotspitze
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Quelle: Wikipedia