Pédra. Un reporter sans frontières: Ein dokumentarischer Blick auf die Fotografiegeschichte

Der Dokumentarfilm "Pédra. Un reporter sans frontières" ist eine filmische Hommage an das Leben und Wirken des Fotografen Pédra. Der Film beleuchtet nicht nur die historisch bedeutsamen Aufnahmen aus Budapest, sondern zeichnet ein intimes Porträt eines Mannes, der die Welt durch seine Linse mitgestaltete.

Kernaspekte des Films

  • Biografische Aufarbeitung: Der Film greift auf persönliche Zeugnisse zurück. Neben Gesprächen mit seiner Schwester, Marie-Charlotte Vidal-Quadras, kommen Weggefährten zu Wort, die Pédra auf seinen abenteuerlichen Reisen – etwa durch die ehemalige Sowjetunion – begleiteten.
  • Zeitzeugenschaft: Zu den Interviewpartnern zählen renommierte Fotografen und Persönlichkeiten wie Russ Melcher, Willy Rizzo, Erich Lessing, Benno Graziani, Mario De Biasi, Aliette Lapierre sowie der Schriftsteller Dominique Lapierre.
  • Schweizer Kontext: Der Film fand unter anderem bei den Solothurner Filmtagen Beachtung, was seine Relevanz im Schweizer Kultur- und Filmschaffen unterstreicht.
  • Internationale Reichweite: Die Dokumentation wurde weltweit auf zahlreichen Festivals präsentiert, von Europa (Triest, Berlin, Bologna) bis hin zu Standorten im Iran, Libanon und Brasilien.

Einordnung des Titels "Sans Frontières"

Der Begriff „sans frontières“ (ohne Grenzen) ist in der Schweizer (Film- und Hilfswerk-)Landschaft ein starkes Leitmotiv. Während der hier besprochene Film den journalistischen Ansatz des „grenzenlosen Reporters“ thematisiert, findet sich das Konzept auch in vielen weiteren Schweizer Initiativen wieder:

  • Solidarität: Organisationen wie Solidarité sans frontières (CH) setzen sich aktiv für Migrationsrechte ein.
  • Soziales & Bildung: Projekte wie Cuisine sans frontières fördern Friedensarbeit durch Gastronomie, während BiOutils wissenschaftliche Themen unter dem Titel „Virus sans frontières“ aufbereitet.
  • Gesellschaft: Initiativen wie Mariages sans frontières unterstützen binationale Paare in der Schweiz bei administrativen Hürden.

  1. Dettaglio Pédra. Un reporter sans frontières (Imagofilm) – Offizielle Detailseite zum Film mit Informationen zu den Festivalteilnahmen und dem Inhalt.
  2. Solidarité sans frontières (Schweiz) – Informationen zur Arbeit der Organisation im Bereich Asylrecht und Migration in der Schweiz.
  3. Cuisine sans frontières (Projekt in Kenia) – Ein Beispiel für das Schweizer Engagement im Bereich Friedensförderung durch gastronomische Projekte.

Vielleicht auch interessant


Almost There

Barfuss nach Timbuktu

Dérobée

Eine Geschichte mit Hummer

Endsieg - Everything Changes In One Shot

Entre terre et ciel

Gambling, Gods And LSD

Goliath

Happy Birthday

Los que desean

L`inclinaison des chapeaux

Müetis Kapital

Paradies

Parler métier - Werkstattgespräch mit Alexan...

sounds and silence

Summertime

The Moebius Strip

To Be There

Une jeunesse allemande

Wir von da oben

Zwingli

«10»
War das hilfreich?
Schweizer Filme
Pédra. Un reporter sans frontières
Pédra. Un reporter sans frontières
Switzerland, October 2006
Der Fotograf Jean-Pierre Pedrazzini, Sohn von Emigranten aus Locarno, wird 1927 in Paris geboren. 1943 zieht er mit seinen Eltern in die Schweiz und beginnt hier als Fotograf zu arbeiten. Nach Kriegsende kehrt er nach Paris zurück und arbeitet für das Magazin Paris Match. 1956 wird er beim ungarischen Volksaufstand in Budapest angeschossen und erliegt den schweren Verletzungen. Ich treffe seine Schwester Marie-Charlotte Vidal-Quadras, die Fotografen Russ Melcher, Willy Rizzo, Benno Graziani, Erich Lessing, sowie Mario De Biasi. Ich besuche auch Aliette und Dominique Lapierre mit dem Jean-Pierre Pedrazzini eine UdSSR-Reise gemacht hat. Und ich treffe den Chirurgen Georgi Mosseschwili, der sie während ihrer Reise beherbergte. Der Film rückt nicht nur die bekannten dramatschen Fotos von Budapest ins Zentrum, sondern beleuchtet das Gesamtwerk des Fotografen.
von Villi Hermann
KImehr über Pédra. Un reporter sans frontières
Quelle: swissfilms.ch