Pekingese Hund

Der Pekingese – Der kleine Kaiser aus China

Steckbrief

  • Ursprung: China (Kaiserpalast in Peking)
  • Lebenserwartung: 12–15 Jahre
  • Größe: 15–25 cm
  • Gewicht: 3–6 kg
  • Fell: Lang, üppig, mit dichter Unterwolle
  • Verwendung: reiner Begleithund, früher Palasthund des chinesischen Kaisers
  • Preis Welpen (Deutschland): ca. 1.500–2.500 € bei seriösen Züchtern

Charakter und Wesen

Der Pekingese ist ein würdevoller, selbstbewusster und stolzer kleiner Hund mit einer ausgeprägten Persönlichkeit. Er gilt als anhänglich, verschmust und sehr menschenbezogen, kann aber auch eigenwillig und dickköpfig sein. Typisch ist sein „kaiserliches“ Auftreten – er sieht sich oft als Mittelpunkt des Rudels.

Obwohl er klein ist, ist er ein guter Wachhund: Er bellt nicht unnötig, gibt aber sofort Laut, wenn Fremde kommen. Er ist eher ruhig und benötigt nicht besonders viel Bewegung, eignet sich daher hervorragend für Senioren, ruhige Singles oder Paare in der Stadtwohnung.

Haltung in Deutschland

In Deutschland wird der Pekingese vor allem als Wohnungshund gehalten. Er ist sehr anpassungsfähig und fühlt sich in der Stadt ebenso wohl wie im Haus mit Garten – Hauptsache, er ist nah bei seinen Menschen. Wegen seines brachycephalen (kurznasigen) Schädels sollte er im Sommer nicht überanstrengt werden. Spaziergänge bei großer Hitze sind zu vermeiden.

Pflege

Die Fellpflege ist aufwändig. Das lange Deckhaar und die dichte Unterwolle müssen mehrmals pro Woche gründlich gebürstet werden, besonders während des zweimal jährlichen Haarwechsels. Viele Besitzer in Deutschland lassen den Pekingese regelmäßig trimmen oder scheren, um den Pflegeaufwand zu reduzieren.

Besonders wichtig ist die Pflege der Augen, Hautfalten und der Ohren, da die Rasse zu Reizungen neigt.

Gesundheit

Als brachycephale Rasse ist der Pekingese anfällig für:

  • Atemprobleme (BOAS – Brachycephalic Obstructive Airway Syndrome)
  • Augenerkrankungen (u. a. Hornhautgeschwüre)
  • Wirbelsäulenprobleme
  • Patellaluxation
  • Hauterkrankungen

In Deutschland sollte man daher unbedingt auf Züchter achten, die auf gesündere, freier atmende Linien züchten. Seriöse Züchter lassen die Elterntiere auf relevante Erbkrankheiten untersuchen.

Erziehung und Beschäftigung

Der Pekingese ist relativ einfach zu erziehen, solange man seinen Eigensinn respektiert. Harte Drill-Methoden funktionieren nicht – er reagiert besser auf positive Verstärkung und Geduld. Agility kann sinnvoll sein, wenn Hund und Mensch Spaß daran haben, ist aber kein Muss. Kurze Spaziergänge und geistige Beschäftigung (z. B. Suchspiele, Intelligenzspielzeug) reichen meist aus.

Fazit

Der Pekingese ist der ideale Begleithund für ruhige, geduldige Menschen, die einen kleinen, charaktervollen „Kaiser“ an ihrer Seite schätzen und bereit sind, Zeit in Fellpflege und tierärztliche Betreuung zu investieren. Für sportliche Menschen, die einen will-to-please-Hund suchen, oder bei sehr heißem Klima ist er eher ungeeignet.


  1. Pekingese – passt die Hunderasse zu dir? – Sehr guter deutscher Ratgeber mit Expertin Gabriele Runge
  2. Pekingese Rasseportrait: Charakter, Haltung & Pflege – Umfassender und gut strukturierter Ratgeber
  3. Pekingese: Wesen, Gesundheit, Pflege & Steckbrief – Besonders ehrliche Darstellung der Gesundheitsprobleme und Zuchtempfehlungen

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