Peyo: Vom Comic-Visionär zum therapeutischen Phänomen

Der Name „Peyo“ ist heute in zwei völlig unterschiedlichen Welten von großer Bedeutung. Einerseits steht er für das kreative Erbe des belgischen Comiczeichners Pierre Culliford, andererseits für ein hochsensibles Therapiepferd, das kranken Menschen Hoffnung schenkt.

1. Pierre Culliford („Peyo“) – Der Schöpfer der Schlümpfe

Pierre Culliford (1928–1992), bekannt unter seinem Künstlernamen Peyo, war ein belgischer Comiczeichner und der Schöpfer weltweit bekannter Serien wie Die Schlümpfe (Les Schtroumpfs) und Benni Bärenstark (Benoît Brisefer).

  • Künstlerisches Erbe: Sein Werk prägte Generationen. Noch heute sind seine Figuren in der Schweiz sehr präsent, etwa in Bibliotheken (z. B. Schul- und Gemeindebibliothek Glarus) oder durch Ausstellungen wie die „Jardins du dessin“ in Delémont, bei denen sein Werk gewürdigt wurde.
  • Fortführung: Nach seinem Tod wurde sein Werk, insbesondere Benni Bärenstark, durch seinen Sohn Thierry Culliford und das Studio Peyo erfolgreich fortgesetzt.
  • Kulturelle Präsenz: Seine Comics sind feste Bestandteile im Schweizer Buchhandel und in Comic-Läden (z. B. Spiel + Läselade).

2. Peyo, das therapeutische Pferd

Ein völlig anderes „Phänomen“ trägt denselben Namen: Peyo, ein 16-jähriger Hengst (Mix aus Lusitano und Berber). Er hat sich in den letzten Jahren einen Ruf als außergewöhnliches Therapiepferd erarbeitet.

  • Besondere Gabe: Peyo besitzt die instinktive Fähigkeit, Krebspatienten zu identifizieren. Gemeinsam mit seinem Besitzer Hassen besucht er Krankenhäuser, um dort therapeutische Arbeit zu leisten.
  • Empathie: Das Pferd wählt eigenständig aus, in welche Zimmer es geht, um den Kranken Trost und Nähe zu spenden. Die wissenschaftliche Erforschung dieser „sublimen Fähigkeit“ ist ein laufendes Projekt.

3. Namensverwendung in der Schweiz

Der Name „Peyo“ findet sich in der Schweiz zudem in alltäglichen Kontexten wieder, was seine breite kulturelle Verankerung unterstreicht:

  • Sport: Der Name wird beispielsweise von Sportteams bei lokalen Veranstaltungen genutzt, etwa bei der Unihockeynacht des Turnvereins Grossdietwil.
  • Mode: Im Schweizer Detailhandel (z. B. Nook-ZH) taucht „Peyo“ als Modellname für Kinderbekleidung auf, was die Beliebtheit des Namens als Marke oder Bezeichnung unterstreicht.

  1. Le pouvoir thérapeutique de PEYO, cheval magique – Ein tiefgehender Artikel über das außergewöhnliche Therapiepferd und seine Arbeit in Kliniken.
  2. Peyo, créateur des Schtroumpfs (Vita Sumus) – Ein Archiv-Video-Interview mit dem Comic-Künstler Pierre Culliford.
  3. Ausstellung: Peyo (B) Joyeux Schtroumpf(s) ! (Delémont) – Informationen zu einer Schweizer Ausstellung, die das Erbe des Comiczeichners feierte.

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Personen
Peyo
Pierre Culliford war ein belgischer Comiczeichner, aus dessen Feder 1958 "Die Schlümpfe für das belgische Comicmagazin "Spirou entsprungen sind und sich zu seinem grössten Erfolg entwickelten. Er wurde am 25. Juni 1928 in Brüssel in Belgien geboren und starb mit 64 Jahren am 24. Dezember 1992 ebenda. In diesem Jahr wäre er 91 Jahre alt geworden.
Peyo
Quelle: geboren.am