Dokumentation: "Plus chauds que le climat" – Einblicke in die Schweizer Klimabewegung
Der Dokumentarfilm "Plus chauds que le climat" (2020) ist ein eindrückliches Werk der Regisseure Adrien Bordone und Bastien Bösiger, das den Fokus auf die jungen Gesichter hinter den Schweizer Klimastreiks legt.
Inhalt und Fokus
Der 52-minütige Dokumentarfilm (Produktion: À travers champs und RTS Radio Télévision Suisse) begleitet fünf junge Aktivisten – Jeanne, Mark, Nina, Léa und Fabio – bei der Organisation von Klimademonstrationen in Biel. Dabei beleuchtet der Film nicht nur die politischen Ideologien der Bewegung, sondern dringt in die persönliche und intime Sphäre der Protagonisten vor. Es geht um das Gefühl der Dringlichkeit und die existenzielle Angst vor der Zukunft.
Zentrale Aspekte des Films
- Persönliches Engagement: Der Film zeigt, wie sehr der Kampf gegen den Klimawandel den Alltag und die Gefühlswelt dieser jungen Menschen prägt.
- Anthropozentrische Sichtweise: Kritiker und Beobachter bemerken, dass die Motivation der Gymnasiasten stark mit der Sorge um ihre eigene Zukunft ("Anthropozentrismus") verknüpft ist, anstatt den Naturschutz als rein abstraktes Ziel zu verfolgen.
- Kontext: Die Produktion setzt die weltweiten Klimastreiks, initiiert durch Greta Thunberg Ende 2018, in einen direkten Schweizer Kontext und macht die globale Bewegung durch lokale Schicksale greifbar.
Rezeption
Der Film wurde unter anderem im Rahmen des Festival du Film Vert (z. B. 2021 im Pôle Sud) gezeigt und erhielt Anerkennung durch Nominierungen wie den Prix Tournesol. Er dient als Zeitzeugnis für den Aufbruch der Schweizer Jugendbewegung, die den Klimawandel als unmittelbare Bedrohung wahrnimmt.
Empfohlene Ressourcen
- Cinéforom – Detaillierte Informationen zum Film
- ArGiLe – Projektion und Event-Kontext
- GRRIF – Besprechung des Films von Bastien Bösiger und Adrien Bordone
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