Porcupine Tree: Von der fiktiven Kuriosität zur Prog-Rock-Legende

Die Geschichte von Porcupine Tree ist eine der ungewöhnlichsten der modernen Musikwelt. Was als augenzwinkernder Scherz begann, entwickelte sich zu einer der einflussreichsten britischen Progressive-Rock-Formationen der Gegenwart.

Die Entstehung: Ein Witz mit Folgen

Ursprünglich erdachte Steven Wilson das Projekt als eine Art "Mock-Band". Er erfand eine haarsträubende Hintergrundgeschichte über eine obskure, psychedelische 70er-Jahre-Band inklusive fiktiver Mitglieder wie Sir Tarquin Underspoon. Doch aus dem anfänglichen Witz wurde Ernst: Die Musik gewann an Eigendynamik und die "echte" Band war geboren.

Entwicklung und musikalischer Stil

Porcupine Tree entzieht sich einfachen Genre-Schubladen. Während ihre Wurzeln im psychedelischen Rock liegen, haben sie sich über die Jahrzehnte zu einer Band entwickelt, die elektronische Klänge, prägnante Pop-Strukturen und komplexe Progressive-Elemente miteinander verwebt. Mit dem 2022 erschienenen Album Closure / Continuation bewies das Trio, dass es trotz einer zwölfjährigen Pause eine starke Identität bewahrt hat. Songs wie die Single Harridan verdeutlichen den Fokus auf groovende Bass-Schlagzeug-Strukturen, die den Sound für eine neue Ära öffneten.

Porcupine Tree und die Schweiz

Die Band erfreut sich in der Schweiz einer treuen Anhängerschaft. Über die Jahre hinweg gab es zahlreiche Berührungspunkte, die den festen Platz der Band in der Schweizer Musikszene unterstreichen:

  • Legendäre Auftritte: Ein denkwürdiges Konzert fand beispielsweise 2009 in Wettingen (Kanton Aargau) statt. Im Jahr 2022 kehrte die Band im Rahmen ihrer Rückkehr eindrucksvoll in die Schweiz zurück, wo sie am 9. November in der Halle 622 in Zürich auftrat.
  • Musikalische Einflüsse: Die Bedeutung der Band reicht bis in die lokale Musikszene hinein. So werden Porcupine Tree häufig in einem Atemzug mit Größen wie King Crimson, Dream Theater oder Pink Floyd genannt, wenn es um Inspirationen für ambitionierte lokale Schweizer Projekte geht.

Besetzung

Die heutige Identität der Band wird maßgeblich durch den Kern bestehend aus Steven Wilson, Richard Barbieri und Gavin Harrison geprägt. Insbesondere Gavin Harrison, der parallel auch bei King Crimson aktiv ist, hat das komplexe rhythmische Fundament der Band entscheidend mitgeprägt.


Empfohlene weiterführende Informationen

  1. Porcupine Tree: Die Band, die es nicht geben sollte (Biografie-Einblick)
  2. Lauschmittel: Rezension zu Closure / Continuation
  3. Rückblick: Porcupine Tree Konzert in der Halle 622, Zürich (2022)

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Porcupine Tree
Ursprünglich entstand Porcupine Tree Ende der 80er Jahre aus einer Bierlaune heraus. Steven Wilson, der damals mit seiner Band No-Man von sich reden machte, schickte Demo-Tapes mit seinen von psychedelischen Spätsechziger-Sounds, Seventies-Artrock-Elementen und modernem Alternativerock inspirierten Songs an Plattenfirmen mit dem Hinweis, dass dies die verloren geglaubten Bänder einer legendären 70er-Progrock-Formation seien.
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Quelle: wdr.de