Porträt der Blutroten Mordwanze (Rhynocoris iracundus)
Die Art Rhynocoris iracundus, im deutschen Sprachraum oft als Blutrote Mordwanze bezeichnet (in manchen älteren Quellen oder inkorrekten Datenbanken teils unter dem Synonym Postemma sanguineum geführt), ist eine auffällige und faszinierende Vertreterin der Raubwanzen (Reduviidae).
Steckbrief
- Wissenschaftlicher Name: Rhynocoris iracundus (Poda, 1761)
- Ordnung: Schnabelkerfe (Hemiptera)
- Familie: Raubwanzen (Reduviidae)
- Körpergröße: ca. 12 bis 16 mm
- Aussehen: Kräftige Gestalt, meist leuchtend rot mit schwarzen Zeichnungen auf dem Halsschild (Pronotum) und den Flügeln. Die Beine sind oft schwarz-rot gemustert.
- Lebensweise: Räuberisch; ernährt sich von verschiedenen Insekten, die sie mit ihrem kräftigen Stechrüssel erbeutet.
Vorkommen und Verbreitung in der Schweiz
Die Blutrote Mordwanze ist in der Schweiz eine wärmeliebende Art. Sie bevorzugt sonnige Standorte, Trockenwiesen, Waldränder und strukturreiche Habitate.
- Status: Sie kommt vor allem im südlichen Tessin, in den Wallis-Tälern sowie in begünstigten Lagen des Mittellandes vor.
- Gefährdung: Aufgrund ihres Bedarfs an klimatisch begünstigten, extensiv bewirtschafteten Flächen ist sie auf ein intaktes Biotopmanagement angewiesen.
Verhalten
Die Art ist tagaktiv und jagt aktiv auf Pflanzen. Sie ist bekannt dafür, ihre Beute durch einen gezielten Einstich mit Speichel zu lähmen, der das Innere der Beute verflüssigt. Vorsicht: Bei grober Handhabung können auch Menschen gestochen werden; der Stich gilt als schmerzhaft, vergleichbar mit einem Bienenstich.
Empfohlene Ressourcen
- Naturkundliches Informationssystem (NI) – Rhynocoris iracundus
- InfoSpecies Schweiz – Das Portal zur Artenvielfalt
- Erschienen im Insect-Tracker – Verbreitungskarten Europa/Schweiz
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