Die benigne Prostatahyperplasie (BPH): Eine Übersicht

Die benigne Prostatahyperplasie (BPH), im Volksmund als gutartige Prostatavergrößerung bekannt, ist eine der häufigsten urologischen Erkrankungen bei Männern. Insbesondere mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, von einer solchen Vergrößerung betroffen zu sein. In der Schweiz wird Männern ab einem gewissen Alter empfohlen, regelmässig urologische Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

Was ist eine BPH?

Bei der BPH handelt es sich um eine gutartige Vermehrung des Prostatagewebes. Wichtig ist dabei die Abgrenzung zum Prostatakrebs: Die BPH ist keine bösartige Erkrankung. Da die Prostata die Harnröhre umschließt, führt die Vergrößerung der Drüse jedoch zu einem mechanischen Hindernis beim Urinieren.

Symptome

Die Beschwerden werden oft in Speicher- und Entleerungssymptome unterteilt. Typische Anzeichen sind:

  • Abschwächung des Harnstrahls.
  • Erschwertes Wasserlassen (höherer Druckaufwand der Blase erforderlich).
  • Häufiger Harndrang (auch nächtlich).
  • Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung.
  • Inkontinenz bei fortgeschrittenen Stadien.

Diagnostik

Um die Diagnose zu sichern und bösartige Veränderungen auszuschließen, setzen Urologen in der Schweiz verschiedene Methoden ein:

  1. Anamnese: Erfassung der Symptome und Krankengeschichte.
  2. Digitale Rektale Untersuchung (DRE): Das Abtasten der Prostata durch den Enddarm.
  3. Laboruntersuchungen: Urintests (Ausschluss von Infekten) und PSA-Wert-Bestimmung im Blut.
  4. Bildgebung: Ultraschalluntersuchungen und Uroflowmetrie (Messung des Urinflusses).

Therapieansätze

Die Behandlung hängt vom Leidensdruck und der Schwere der Symptome ab:

  • Abwartendes Beobachten: Bei geringen Beschwerden.
  • Phytotherapie: Pflanzliche Wirkstoffe (z. B. Kombinationen aus Sägepalme und Brennnesselwurzel) können bei leichten bis mittelschweren Symptomen unterstützend wirken.
  • Medikamentöse Therapie: Einsatz von Wirkstoffen, die den Blasenauslass entspannen oder das Gewebewachstum hemmen.
  • Chirurgische Verfahren: Bei ausgeprägten Beschwerden oder Komplikationen können operative Eingriffe notwendig sein, unter anderem moderne minimalinvasive Verfahren wie die Da-Vinci-OP.

Empfohlene weiterführende Informationen

  1. KontinenzZentrum Hirslanden – Gutartige Prostatavergrösserung
  2. Urologie Rotes Schloss Zürich – BPH Basisinformationen
  3. Alpine BioMedical – Symptome & Behandlung der Prostatahyperplasie
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