Steckbrief: Purpurschneidiger Blut-Helmling (Mycena sanguinolenta)
Der Purpurschneidige Blut-Helmling, auch unter dem Namen Kleiner Bluthelmling bekannt, ist ein faszinierender Vertreter aus der Gattung der Helmlinge. In der Schweiz und im gesamten mitteleuropäischen Raum ist er ein verbreiteter Bewohner unserer Wälder.
Merkmale und Erscheinungsbild
- Hut: Erreicht einen Durchmesser von bis zu 3 Zentimetern. Er ist meist glockig bis kegelig geformt und kann im Alter flach ausgebreitet sein. Die Oberfläche ist oft gerieft.
- Lamellen: Die Lamellen sind auf der Hutunterseite angewachsen, meist weißlich bis blassgrau gefärbt. Ein entscheidendes Erkennungsmerkmal ist die purpurrote bis violette Färbung der Lamellenschneiden.
- Fleisch und Milch: Das Fleisch ist dünn und zerbrechlich. Bei Verletzung tritt eine rötliche (blutähnliche) Flüssigkeit aus, was namensgebend für die Gruppe der "Bluthelmlinge" ist.
- Geruch und Geschmack: Er weist keinen besonderen Geruch auf und hat einen milden Geschmack.
Vorkommen und Lebensweise
- Habitat: Er ist ein typischer Folgezersetzer (Saprobiont), der vorzugsweise auf morschem, moderndem Holz gedeiht. Man findet ihn gesellig wachsend in Laub- und Nadelwäldern, wo er gezielt Ästchen, Nadeln, Laub oder kleine Zapfen besiedelt.
- Saison: Die Fruchtkörper erscheinen in der Regel vom Sommer bis in den späten Herbst (Juni bis November/Dezember).
- Verbreitung: In der Schweiz sowie in ganz Deutschland ist er ein weit verbreiteter Pilz, der vor allem in feuchten Waldgebieten anzutreffen ist.
Abgrenzung und Verwechslung
Der Purpurschneidige Blut-Helmling kann leicht mit anderen Helmlingen verwechselt werden. Besonders zu unterscheiden ist er vom Großen Blut-Helmling (Mycena haematopus), welcher jedoch keine gefärbten Lamellenschneiden besitzt. Weitere ähnliche Arten mit farbigen Schneiden sind etwa der Lilaschneidige Helmling (Mycena purpureofusca) oder der Braunschneidige Helmling (Mycena olivaceomarginata).
Wichtiger Hinweis
Obwohl der Purpurschneidige Blut-Helmling als unbedeutend gilt, wird er meist nicht als Speisepilz gesammelt. Wie bei allen Pilzbestimmungen gilt: Diese Informationen dienen der allgemeinen Wissensvermittlung und ersetzen keine professionelle Pilzkontrolle. Eine rein optische Bestimmung reicht für eine Verzehrfreigabe niemals aus.
- Mycena sanguinolenta (Purpurschneidiger Helmling) - Fundkorb
- Purpurschneidiger Bluthelmling - Pilzbuch Pilzwelten
- Lilaschneidiger Helmling & Verwechslungsmöglichkeiten - Mushroom-Toxin
Vielleicht auch interessant
War das hilfreich?

