Die Gattung Pippau (Crepis) in der Schweiz: Übersicht und Merkmale

Der Pippau umfasst eine Gattung von Korbblütlern (Asteraceae), die oft mit dem Löwenzahn verwechselt wird. In der Schweizer Flora sind verschiedene Arten verbreitet, die sich in ihren Standortansprüchen, ihrer Wuchshöhe und ihrer Blütenfarbe stark unterscheiden.

Wichtige Pippau-Arten im Überblick

Art Besonderheiten Lebensraum
Wiesen-Pippau (Crepis biennis) Zweijährige, hohe Staude, gelbe Blüten. Frische, nährstoffreiche Fettwiesen.
Gold-Pippau (Crepis aurea) Niedrige Staude, auffällige gelb-orange bis feuerrote Blüten. Bergwiesen, nährstoffreich, kalkarm (bis 2000 m ü. M.).
Kleinköpfiger Pippau (Crepis capillaris) Zierliche, mittelhohe Blume, blüht gelb. Sonnig, mässig feucht, häufig in Gärten/Beeten.

Ökologische Bedeutung und Lebensweise

  • Wuchseigenschaften: Viele Pippau-Arten bilden grundständige Blattrosetten aus, die an Löwenzahnblätter erinnern. Die Pflanzen verfügen oft über kräftige Pfahlwurzeln, die es ihnen ermöglichen, auch in härteren Böden Nährstoffe und Wasser zu erschliessen.
  • Schweizer Vorkommen: Pippau-Arten sind in der Schweiz weit verbreitet. Während der Wiesen-Pippau auf nährstoffreichen Wiesen vorkommt und bei intensiver Beweidung rasch verschwindet, findet man den dekorativen Gold-Pippau vor allem in höheren Lagen, etwa in der Region Schwägalp-Kronberg.
  • Gefährdung: In der Landwirtschaft gilt der Wiesen-Pippau als charakteristisches Futterkraut. Er gedeiht am besten auf Flächen, die nicht übermässig stickstoffüberdüngt sind und nicht zu intensiv bewirtschaftet werden.

Kulturelle Bedeutung

Neben der botanischen Bedeutung wird der Name "Pippau" in der Schweiz auch metaphorisch genutzt. So symbolisiert die Pflanze mit ihrer Pfahlwurzel in Beratungskontexten oft Widerstandskraft und Standfestigkeit gegenüber äusseren Herausforderungen.


Empfohlene Quellen und weiterführende Informationen

  1. Gold-Pippau (Crepis aurea) – Alpenflora Schweiz
  2. Wiesen-Pippau (Crepis biennis) – Kräuterdorf Hergiswil
  3. Wegwarte & Co. – Die Vielfalt der Habichtskrautartigen (Bienenzeitung Schweiz)

Vielleicht auch interessant


Berg-Hahnenfuss

Blaugrüne Quecke

Busch-Windröschen

Deutsche Tamariske

Echte Brunnenkresse

Gelbe Gauklerblume

Gelber Nachtschatten

Gewöhnlicher Haar-Wasserhahnenfuss

Gewöhnlicher Löwenzahn

Gletscher-Habichtskraut

Hain-Salbei

Hallers Rapunzel

Himmelsherold

Kalk-Polsternelke

Kleiner Odermennig

Niedliche Glockenblume

Quendel-Seide

Rundblättriger Storchschnabel

Schaft-Kugelblume

Schwarzdorn

Südliche Skabiose

Vogel-Wicke

Weg-Rauke

Wiesen-Sauerampfer

Wilde Brustwurz
War das hilfreich?
Blumen
Pyrenäen-Pippau
Gattung
Korbblütengewächse (Asteraceae)
Blütezeit
Juni bis August
Vorkommen
montaneMontane Stufe (Bergstufe: ab 900 bis ca. 1500m)
bis
subalpineSubalpine Stufe (Gebirgsstufe: ab 1500 bis ca. 2200m)
Stufe
Pyrenäen-Pippau
KImehr über Pyrenäen-Pippau