Das Rauhaarige Veilchen (Viola hirta): Ein Porträt

Das Rauhaarige Veilchen (Viola hirta) ist eine charakteristische Pflanze aus der Familie der Veilchengewächse (Violaceae). Es ist ein typischer Bewohner von lichten Wäldern und Waldrändern und zeichnet sich durch seine botanische Beständigkeit aus.

Botanische Merkmale und Bestimmung

Das Rauhaarige Veilchen lässt sich von anderen Veilchenarten, wie etwa dem Weissen Veilchen (Viola alba), durch spezifische Merkmale unterscheiden:

  • Wuchsform: Es bildet im Gegensatz zum Weissen Veilchen keine Ausläufer.
  • Nebenblätter: Diese sind ein wichtiges Bestimmungsmerkmal und weisen höchstens 3 Fransen pro Seite auf.
  • Behaarung: Wie der Name bereits andeutet, weist die Pflanze eine charakteristische Behaarung auf.
  • Verwechslungsgefahr: Oft wird es mit dem Wohlriechenden Veilchen (Viola odorata) verwechselt, wobei das Rauhaarige Veilchen jedoch keinen so ausgeprägten Duft besitzt.

Vorkommen in der Schweiz

In der Schweiz ist das Rauhaarige Veilchen an geeigneten Standorten verbreitet. Es bevorzugt trockene bis mässig feuchte Wälder und ist oft an sonnigen Waldrändern oder in Gebieten mit kalkhaltigen Böden anzutreffen. Botanische Beobachtungen (beispielsweise in der Region Ollon im Kanton Waadt) dokumentieren sein Vorkommen in der Nähe von Begleitflora wie dem Knolligen Hahnenfuss oder der Berg-Segge.

Ökologische Bedeutung und Verwendung

  • Ökosystem: Als Nahrungspflanze spielt das Rauhaarige Veilchen eine Rolle für verschiedene Insekten, darunter auch Schmetterlingsarten aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae).
  • Inhaltsstoffe: Wie viele Veilchengewächse enthält es Vitamin C, Flavonoide, Saponine und Salicylsäure.
  • Historische und medizinische Nutzung: Veilchen wurden historisch in der Volksmedizin genutzt, etwa als Tees oder Salben. Auch wenn sie essbar sind, wird heute in der Küche meist primär das Wohlriechende Veilchen aufgrund seines Aromas geschätzt. Das Rauhaarige Veilchen wird in der modernen Pflanzenheilkunde zwar seltener verwendet, teilt aber theoretisch die Anwendungsmöglichkeiten verwandter Arten.

Wissenswertes

  • Verwandtschaft: Es gehört zur artenreichen Familie der Veilchengewächse, zu denen auch das Wald-Veilchen, das Hunds-Veilchen und das Hain-Veilchen zählen.
  • Standortwahl: Die Pflanze gilt als Indikator für nährstoffarme bis mässig nährstoffreiche, oft kalkhaltige Bodenverhältnisse in Waldnähe.

  1. Rauhaariges Veilchen (Waldzeit) – Ausführliche Informationen zur Einordnung innerhalb der Veilchengewächse.
  2. Schweizer Flora: Beobachtungen bei Ollon – Einblicke in den natürlichen Lebensraum des Rauhaarigen Veilchens in der Schweiz.
  3. Wiesen-Kräuter-Wissen: Pflanzenportraits – Informationen zur botanischen Verwandtschaft und zur Verwendung verschiedener Veilchenarten.

Vielleicht auch interessant


Allermannsharnisch

Alpen-Goldrute

Aufrechte Waldrebe

Aufrechter Sauerklee

Büschelblume

Dunkelgrünes Lungenkraut

Dunkle Akelei

Eisenhutblättriger Hahnenfuss

Esparsetten-Wicke

Gelber Nachtschatten

Gemeines Fettblatt

Grünlicher Germer

Hainlattich

Hallers Primel

Herbst-Wendelähre

Kalk-Glocken-Enzian

Keilblättriger Steinbrech

Schwarz-Erle

Sumpf-Storchschnabel

Wald-Schaumkraut

Waldhirse

Weinberg-Lauch

Zaun-Wicke

Ährige Rapunzel

Österreicher Rauke
War das hilfreich?
Blumen
Rauhaariges Veilchen
Gattung
Veilchengewächse (Violaceae)
Blütezeit
März bis April
Vorkommen
kollineKolline Stufe (Hügelstufe: bis ca. 900m)
bis
subalpineSubalpine Stufe (Gebirgsstufe: ab 1500 bis ca. 2200m)
Stufe
Rauhaariges Veilchen
KImehr über Rauhaariges Veilchen